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Egersdörfer erhält den Fürther Kulturpreis

Stadt ehrt den Kabarettisten und Schauspieler — Festakt im November - 23.07.2018 06:00 Uhr

Der Kabarettist Matthias Egersdörfer. © Stephan Minx


Der Stadtrat folgte damit erwartungsgemäß der Empfehlung des Kuratoriums, das im Zweijahrestakt zusammenkommt. Der 48-jährige Egersdörfer, der in Nürnberg zur Welt kam, wuchs in Lauf auf, doch seit vielen Jahren ist die Kleeblattstadt seine Heimat. "Ich wohne in Fürth und würde auch sagen, dass ich dort zu Hause bin", äußerte er in einem Interview im Februar dieses Jahres.

Mit Improtheater und Performancekunst legte er, der an der Nürnberger Akademie studierte, auf den Bühnenbrettern der Region los und machte sich rasch einen Namen in der Rolle des cholerischen Wüterichs. Die einen feierten ihn als Grenzüberschreiter, andere sahen in ihm einen allzu eindimensionalen Proll-Darsteller - eine "Falle", aus der Egersdörfer, wie es in der Begründung heißt, sich "längst befreit" habe. Aus dem grantelnden Franken, den er in seinen Soloabenden noch immer gibt, sei inzwischen mehr geworden, nämlich ein gesuchter Kabarettist, Entertainer und Autor - "nachdenklich, feinsinnig, sprachverliebt, humorvoll, durch und durch fränkisch, unangepasst, sensibel".

Seit 2015 ist Egersdörfer auch einem Publikum jenseits der Kabarettszene bekannt - als Kriminaltechniker im Franken-"Tatort". Kleine Rolle, große Wirkung. Mit der Blödelband Fast zu Fürth zeigt er sich von seiner Musiker-Seite, und im Nürnberger Opernhaus hat er seit 2017/18 mit "Unterm Sofa" ein eigenes Talkformat.

In der Reihe der Kulturpreisträger folgt Matthias Egersdörfer dem bildenden Künstler Andreas Oehlert, der die Auszeichnung 2014 erhielt. 2016 wurde der Kulturpreis nicht vergeben. Erster Preisträger war 1970 Komponist Werner Heider.

Den Sonderpreis Kultur (3000 Euro) erhält Lochkamera-Fachmann Günter Derleth, zwei mit je 2000 Euro dotierte Kulturförderpreise gehen an die Poetry-Slam-Meisterin und Mitorganisatorin der "Rooftop Stories", Lara Ermer, sowie an Geiger Pawel Zalejski, Primarius des weltweit gefeierten Apollon Musagète Quartetts.

Preisverleihung ist am 11. November um 18 Uhr im Kulturforum, ausführliche Berichte über die Preisträger folgen. 

Matthias Boll

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