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Erhard-Zentrum: Eröffnungstermin noch ungewiss

Vor Mai ist wohl nicht mit der Einweihung zu rechnen - 12.03.2018 06:00 Uhr

Moderne – und umstrittene – Architektur im Schatten des Rathauses: Der Blick aus erhöhter Perspektive zeigt den Komplex des Ludwig-Erhard-Zentrums vom rückwärtigen Bereich aus. © Hans-Joachim Winckler


Aus dem Mund von Evi Kurz, Vorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, die als Bauherrin fungiert, verlautet das allerdings auch auf beharrliche Nachfrage der FN nicht; sie will sich im jetzigen Stadium nicht auf einen halbwegs konkreten Zeitpunkt festlegen lassen. "Frühjahr", sagt die TV-Journalistin deshalb beharrlich – und das Frühjahr reicht bekanntlich bis zum 21. Juni.

Man darf es sich also aussuchen. Und im Grunde kommt es jetzt auf den einen oder anderen Monat nicht mehr an, nachdem die Eröffnung des Zentrums, das aus dem Neubau und dem gegenüberliegenden Geburtshaus von Ludwig Erhard besteht, ursprünglich einmal fürs Jahresende 2017 terminiert war. Dass es, zumal bei Bauvorhaben dieser Größenordnung Verzögerungen gibt, ist keine Seltenheit – und in Zeiten brummender Konjunktur, in denen Firmen landauf, landab ausgebucht sind, schon gar nicht.

Kurz zufolge sind sowohl innen als auch an Stellen der eigentlich fertigen Fassade, "die nicht so ganz auffällig sind", noch Arbeiten zu erledigen. Letzteres könne man erst bei besserem Wetter erledigen. Nicht ganz einfach sei auch die Koordinierung der Eröffnungsfeier mit der hohen Politik: Dazu wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Fürth erwartet.

Fußgängerzone erst 2019

Für den Bereich vor dem LEZ übrigens, also in der Ludwig-Erhard-Straße, die hier zur Fußgängerzone mit Bäumen und Sitzgelegenheiten werden soll, ist die Stadt zuständig. Mit einer Fertigstellung ist aber erst im kommenden Jahr zu rechnen – "leider", wie Evi Kurz sagt, "das ist schade." Bis dahin werde man sich mit einem Provisorium vor der LEZ-Haustür begnügen müssen, "Stückwerk", wie Kurz es formuliert.

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Fürth baut ein Denkmal: Rundgang durchs Ludwig-Erhard-Zentrum

Fürth setzt seinem berühmten Sohn ein Denkmal: Das Ludwig-Erhard-Zentrum zeigt auf 1200 Quadratmetern Leben und Wirken des früheren Wirtschaftsministers und Kanzlers. Eröffnet werden soll es Ende des Jahres. Ein Baustellen-Rundgang.


Umso schöner, verspricht sie, werde die Ausstellung zu Leben und Wirken des "Vaters der sozialen Marktwirtschaft", die im beengten Geburtshaus "kleinteilig" beginne und sich dann im großzügigen Neubau für den Besucher weit öffne.

Seit kurzem ist der Komplex endlich auch ohne Gerüst und mit Fenstern zu begutachten – Anlass für unsere Zeitung, noch einmal in Sachen Gestaltung nachzuhaken. Bisher ist der Bau in der Öffentlichkeit auf sehr viel negative Resonanz gestoßen; wir wollten nun wissen, wie Fachleute die Architektur beurteilen, und bitten in einer Online-Umfrage die FN-Leser um ihre Meinung. 

Wolfgang Händel Leiter Lokalredaktion Fürth E-Mail

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