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Montag, 25.06.2018

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Fruchtbarer Wortwechsel: Jugendliche löchern Politiker

Nachwuchs pflegt auf der Hardhöhe den Dialog mit Stadträten - 08.08.2014 16:00 Uhr


In der gut gefüllten Halle des Jugendhauses ging es gleich zur Sache. Stephanie Zimmermann, eine der Organisatoren des „Scooter Contests“, berichtete, wie Jugendliche mit finanzieller Unterstützung der Jugendhäuser ihr eigenes Projekt auf die Beine stellen konnten und präsentierte einen Videoclip der Scooter-Initiative. Rolf Wunderlich vom Jugendhaus und ein Team von Fußballinteressierten haben sich die Bolzplätze auf der Hardhöhe vorgenommen und diese nach eigenen Qualitätsmaßstäben praktisch durchgeprüft. Das Ergebnis: „Da ist deutlich noch Luft nach oben drin.“ Dieser „Bolzplatz-Check“ soll nun im Gespräch mit den zuständigen Ämtern in die Planung und Gestaltung einfließen. 

Ganz schön bunt wurde es beim Thema Graffiti. Die Schallschutzwand hinter dem Jugendhaus war schon mal der Hingucker überhaupt. Fünf Sprayer haben sich nicht lumpen lassen und mehrere Tage lang daran gearbeitet, um zu zeigen, was sie drauf haben. Und das ist nach Ansicht der Gesprächsteilnehmer hochwertig und sollte öffentlicher in der Stadt präsentiert werden.

Angeregt wurde, die jetzige legale Sprayer-Wand hinter dem Jugendhaus zu Übungszwecken zu erhalten und die gut sichtbare andere Seite zur öffentlichen Galerie werden zu lassen. Dort soll gewissermaßen eine „Hall of Fame“ entstehen, die in Abstimmung mit dem Jugendhaus und der Sprayer-Crew dauerhaftere Bilder hoher Qualität zeigen soll. Ein Konzept dafür ist in Arbeit. Außerdem hat die Fürther Stadtentwässerung die Zusage geben, einige ihrer „Wasserhäuschen“ zum legalen Sprayen in Abstimmung mit dem Jugendhaus Hardhöhe freizugeben.

 

Skaten in Lagerhallen

Abschließend wurde die Frage diskutiert, wie es gelingen könnte, vorübergehend nicht genutzte Lagerhallen zum Skaten im Winter und bei schlechtem Wetter zu öffnen. Mobile Rampen als Einbauten sind schon vorhanden. Wer seine Lagerhalle derzeit nicht braucht, kann sich gerne beim städtischen Amt für Kinder, Jugend und Familien melden.

Amtsleiter Hermann Schnitzer und Fürths Sozialreferentin Elisabeth Reichert haben aufmerksam zugehört, mitdiskutiert und sich eifrig Notizen gemacht. Auch viele Stadträte waren gekommen und haben die Forderungen der Jugendlichen positiv aufgenommen. Jutta Küppers, Leiterin der Abteilung Jugendarbeit: „Wir sind nun gespannt, was unter dem Strich dabei herauskommen wird.“ In ihren Augen ist das Konzept des Stadtdialogs auf der Hardhöhe wirklich aufgegangen.

Näheres im Internet unter: www.echt-fuerth.de  

fn

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