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Fürth: Antifaschisten und Neonazis weiter im Clinch

Konfrontation mit Messer am Rathaus wirft Fragen auf - 24.03.2014 20:58 Uhr

Während die Antifaschistische Linke Fürth (ALF) mitteilt, ein Nazigegner sei dort am vergangenen Donnerstag von einen Neonazi mit dem Messer bedroht worden, hat der Beschuldigte am selben Tag selbst Anzeige bei der Polizei erstattet. Wie Polizeisprecher Robert Sandmann auf Anfrage der Fürther Nachrichten erläutert, gab der von der ALF Beschuldigte an, um 16.40 Uhr von einem Kontrahenten mit drei Begleitern beleidigt und bedroht worden zu sein. Die Polizei hatte zwar einen Streifenwagen zum Ort des Geschehens geschickt, dort aber keine Beteiligten mehr ausmachen können.

Zur Aufklärung wäre es laut Sandmann sehr hilfreich, wenn sich Zeugen melden würden – insbesondere der Mann, der die Messerattacke erlebte. Er hatte laut ALF darauf verzichtet, die Polizei zu rufen.

Die ALF verweist in diesem Zusammenhang auf die Vorgeschichte: Im Januar hatte ihren Angaben zufolge derselbe Neonazi in der Jakobinenstraße schon einmal einen Linken mit einem Messer bedroht. Der Attackierte verständigte über Notruf die Polizei, die jedoch keinen Streifenwagen schickte. Vielmehr sei der Anrufer gebeten worden, Anzeige auf der Wache zu erstatten.

Die Polizei räumte hinterher ein, die Situation falsch eingeschätzt zu haben. Sandmann spricht von einem „Missverständnis“. Man sei damals davon ausgegangen, dass der Angreifer bereits über alle Berge war. Die ALF fühlt sich von der Polizei jedoch im Stich gelassen. 

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