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Dienstag, 19.03.2019

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Fürther demonstrieren gegen Nügida

Rund 100 Menschen zogen vom Kohlenmarkt zum Rathaus - 16.02.2015 18:57 Uhr

Kein Platz für Nügida: Rund 100 Demonstranten zogen durch die Fußgängerzone zum Hauptbahnhof. © Thomas Scherer


Um 17.30 Uhr waren zunächst rund 50 Menschen zu einer Kundgebung am Kohlenmarkt zusammengekommen. Aufgerufen hatten dazu die Antifaschistische Linke Fürth (ALF), das Bündnis gegen Rechts und die Jugendantifa Fürth.

"Hier in Fürth stellt sich das Problem Pegida zum Glück nicht", sagte Bündnis-Sprecherin Ruth Brenner, die Fürther Neonazi-Szene habe sich offenbar vom gescheiterten Versuch, in den Stadtrat einzuziehen, noch nicht erholt.

Nichtsdestotrotz sei es wichtig, sich weiter gegen Rassismus zu engagieren und deutlich zu machen, dass in der Region für Rassisten kein Platz sei. Unter dem Deckmantel Pegida, so Brenner, versuchten Neonazis, die Bevölkerung "in Deutsche und Nicht-Deutsche zu spalten". Brenner prangerte soziale Ungleichheit an, diese sei fast immer die Ursache von Rassismus, und kritisierte erneut die Flüchtlingspolitik der EU: "Die Festung Europa schottet sich ab und zwingt Flüchtlinge, unter Lebensgefahr Wege zu beschreiten."

Eine Sprecherin der ALF wies darauf hin, dass Nügida zu einem Zeitpunkt in Erscheinung trete, zu dem sich die Pegida-Bewegung bundesweit "schon auf dem absteigenden Ast" befinde. Wer hinter Nügida stehe, sei weiter unklar.

Es sei wohl "vor allem dem katastrophalen Zustand der regionalen Naziszene zu verdanken, dass wir lange verschont wurden". Nicht alle Pegida-Anhänger seien Neonazis, sagte sie: "Wichtigtuer, die auch mal Teil einer bundesweiten Bewegung sein wollen", seien genauso darunter wie unzufriedene "Menschen aus der sogenannten Mittelschicht": "Sie gehen einen einfachen Weg und treten nach unten gegen die, die sich nicht wehren können."

Dem Rassismus müsse man sich entschieden entgegenstellen. Durch die Fußgängerzone zogen die Demonstranten - die Zahl war mittlerweile auf rund 100 angewachsen - zum Hauptbahnhof, um sich den Gegenprotesten in Nürnberg anzuschließen.

Bilderstrecke zum Thema

Fürth: 100 Menschen demonstrieren gegen Nügida

Am Montagabend haben sich am Kohlenmarkt rund 100 Menschen versammelt und bei einer Kundgebung gegen die islamkritische Pegida und deren Nürnberger Ableger Nügida Stellung bezogen. Im Anschluss bewegte sich die Gruppe mit einer kurzen Demonstration durch die Fußgängerzone und fuhr wenig später nach Nürnberg, um die dortigen Proteste zu unterstützen.


  

Claudia Ziob

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