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Fürther Park-Hotel: Bürgerbegehren wurde gestartet

Kritiker wollen den Erhalt des historischen Bauwerks auf diesem Weg erreichen - Harte Kritik der Stadtspitze - 24.01.2013 14:20 Uhr

Große Hoffnungen ruhen auf einem neuen Einkaufsschwerpunkt im Zentrum von Fürth, dem das leerstehende Park-Hotel mit seiner markanten gelben Fassade weichen soll. Ein Bürgerbegehren soll nun den Abriss verhindern. © Hans-Joachim Winckler


Wie die beiden Sprecher des Vereins, Kamran Salimi und Felix Geismann, am Donnerstagmittag sagten, könne man sich ab sofort in die Listen eintragen. Die von „Wir sind Fürth“ formulierte Frage lautet: „Sind Sie dafür, dass der Erhalt der Gebäude des Parkhotels, Rudolf-Breitscheid-Straße 15, einschließlich des historischen Festsaals, im Bebauungsplan 370a verbindlich festgeschrieben wird?“ Wer dies per Unterschrift bejaht, spricht sich für die Durchführung eines Bürgerentscheids über das Thema aus.

Nach derzeitigem Einwohnerstand müssten knapp 4600 Fürther unterzeichnen, fünf Prozent aller Stimmberechtigten bei Kommunalwahlen. Gibt der Stadtrat dem Begehren grünes Licht, folgt binnen drei Monaten der Bürgerentscheid; soll dieser für die Initiatoren Erfolg haben, müsste sich eine Mehrheit fürs Park-Hotel stark machen, die mindestens zehn Prozent der Stimmberechtigten in Fürth entspricht — also rund 9200 Menschen.

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Nostalgischer Blick ins Fürther Park-Hotel

Zahlreiche Fürther nutzten im Dezember 2012 die Gelegenheit, sich selbst ein Bild vom Zustand des Park-Hotels zu machen, um dessen Erhalt im Zuge der Planungen für die Neue Mitte ein heftiger Streit entflammt ist.




Wie Salimi und Geismann sagen, haben sich die Hoffnungen ihres Vereins zerschlagen, dass der Bauherr des geplanten Einkaufsschwerpunkts, die Berliner Firma MIB, noch im Sinne ihres Vereins einlenkt. Die Aktivisten von „Wir sind Fürth“ wollen die nach ihrer Ansicht noch in Teilen vorhandene historische Hotelfassade bewahren, den von MIB vorgelegten Entwurf eines Neubaus halten sie für zu beliebig und dem Stadtbild nicht angemessen.

Für den OB hingegen ist das ein falscher Weg, der das Projekt gefährde. Er sei „traurig“, dass nun wieder von einer „kleinen, aber sehr radikalen Gruppe“ in Frage gestellt wird, was man sich in anderthalb Jahren der Planung „mit so viel Mühe, Entgegenkommen und Dialogbereitschaft“ erarbeitet habe.

Das Bürgerbegehren sei "geeignet, bei MIB und potentiellen Mietinteressenten Verunsicherung auszulösen. Der Investor kann sogar vom Kaufvertrag zurücktreten. Das Projekt droht zu scheitern, falls die Forderung der Bürgerinitiative Realität wird", so Jung.  Er befürchte, dass dann kein neuer Investor mehr zu gewinnen sei. "Zurück bliebe eine Ruinenlandschaft mit verlassenem Kino, leerem Modehaus und dem ebenfalls leerem früheren Park-Hotel", warnt der Rathauschef.

Mehr zum Thema und weitere Hintergründe lesen Sie in den Fürther Nachrichten vom Freitag
 

Wolfgang Händel

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