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Gustavstraße: Große Frischekur für den "Grünen Baum"

Neue Küche, neue Toiletten, neue Gasträume: Eigentümer haben viel vor - 22.01.2017 06:00 Uhr

Wenn alles gut geht, könnte der Grüne Baum in der Gustavstraße zum Jahresende eröffnen.

Wenn alles gut geht, könnte der Grüne Baum in der Gustavstraße zum Jahresende eröffnen. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Alles sei eng mit den Denkmalschutzbehörden abgesprochen, betonen die Eigentümer, um eventuelle Bedenken zu zerstreuen. Das seit knapp über zwei Jahren leer stehende Gasthaus, das die damaligen Wirte zunächst noch mit Hilfe des Fernsehkochs Frank Rosin retten wollten, den Rettungsversuch schließlich aber abbrachen, wurde im Frühjahr 2016 von der Fürther Unternehmerfamilie Streng gekauft

Im Dezember hat sie im Rathaus den Antrag für den Umbau des Grünen Baums gestellt. Wird er rechtzeitig genehmigt, könnten die Arbeiten im April beginnen. Ziel wäre, noch in diesem Jahr zu eröffnen, damit der neue Wirt die Weihnachtszeit mitnehmen kann. Allerdings: Den Wirt gibt es noch nicht, er soll in den nächsten drei Monaten gefunden werden. Maßgeblich beteiligt an der Suche ist die Münchner Augustiner Bräu, deren Bier im Grünen Baum fließen wird.

Innenhof soll einen Baum bekommen

Der künftige Pächter kann sich auf eine rundum sanierte Gaststätte freuen. Wichtigste Maßnahme: Die alte Küche im Erdgeschoss wird aufgelöst und nach hinten in den kleinen Saal verlegt. Viel zu beengt sei sie gewesen und hätte auch nicht mehr den Hygienevorschriften entsprochen, sagt Bauherr Philipp Streng. An ihrer Stelle entsteht ein weiterer Gastraum.

Im Innenhof wollen die neuen Eigentümer einen Baum pflanzen und den kleinen Wandbrunnen reaktivieren. Die beiden Lagerräume, die man vom Hof aus betreten kann, sollen sich in gemütliche Lauben verwandeln.

Im ersten Stock setzt sich der Umbau fort: Eine weitere alte Küche – hin zur Gustavstraße – wird ebenfalls zum Gastraum. Prunkstück ist der große Saal samt Bühne. "Veranstaltungsräume wie diesen gibt es viel zu wenige in Fürth", sagt Philipp Streng. Künftig soll er noch ein bisschen eindrucksvoller werden: Unter den weiß gestrichenen Holzverkleidungen fanden sich alte Gusssäulen und Geländer aus der Zeit von 1880, als der Saal erweitert worden war. Damit sich die Nachbarn nicht an Veranstaltungen stören, werden Schallschutzfenster und Klimaanlage eingebaut.

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Johannes Alles

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