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Kein neues Stadion: Kleeblatt bleibt bis 2040 im Ronhof

SpVgg Greuther Fürth informierte Anwohner per Brief - 22.11.2012 11:27 Uhr

Die alte ist auch die neue Heimat der SpVgg Greuther Fürth: der Ronhof. © Hans-Joachim Winckler


Was die Anwohner im Laubenweg schon am Mittwochabend erfuhren, hat die SpVgg Greuther Fürth nun auch offiziell bestätigt. Der Pachtvertrag für das Gelände am Ronhof, das seit 1910 die Heimat des Kleeblatts ist, wurde bis 2040 verlängert. In Gesprächen mit Eigentümer Conny Brandstätter und der Stadt Fürth konnten die Rahmenbedingungen für den Verbleib am Laubenweg geschaffen werden. Konkrete Pläne, mit Hilfe eines Investors eine 35 Millionen teure und 20.000 Zuschauer fassende Arena an einem anderen Standort zu errichten, sind damit vom Tisch.

OB Jung: "Wichtigste Unterschrift in meiner Karriere"

Auf der im Ronhof einberufenen Pressekonferenz wurden am Donnerstagvormittag die Rahmenbedingungen für die weitere Zusammenarbeit bekanntgegeben. Demnach soll das Stadion weiter ausgebaut und modernisiert werden. Ein Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern wäre vorläufig denkbar. Später soll die jetzige Haupttribüne abgerissen und neu errichtet werden.

Die entscheidende Wendung in der Stadiondiskussion brachten viele Gespräche mit Inhaber Conny Brandstätter, mit dem es in der Vergangenheit Unstimmigkeiten über die Zukunft der SpVgg Greuther Fürth im Ronhof gegeben hatte.

Bei der Vetragsunterzeichnung waren Conny Brandstätter (von links nach rechts), Thomas Sommer, OB Dr. Thomas Jung und Kleeblatt-Präsident Helmut Hack anwesend. © Sportfoto Zink


Der neue Pachtvertrag sei zu sehr günstigen Konditionen geschlossen worden. "Weil es der einfachste, der sicherste und der finanziell auch günstigste Weg ist", begründete Kleeblatt-Präsident Helmut Hack die Entscheidung zugunsten des Ronhofs.

Allen Verantwortlichen der SpVgg Greuther Fürth sei in den letzten Monaten bewusst geworden, dass die Stimmung im Ronhof viel emotionaler ist und man an diesem Standort festhalten müsse. Die neue Südtribüne zu Saisonbeginn habe gezeigt, dass es möglich ist, auch in einem kleineren Fußballstadion eine besondere Atmosphäre zu erzeugen.

Die Vertragsunterzeichnung fand ebenfalls am Donnerstag im Ronhof statt.  Auch der Fürther OB Thomas Jung zeigte sich stolz und beschrieb seine Gefühlslage mit folgenden Worten: "Das war die wichtigste Unterschrift in meiner Karriere als Fürther Oberbürgermeister". Die Entscheidung, die neuen Stadionpläne endgültig ad acta zu legen, sei am Mittwochabend in einer Stadtratssitzung beschlossen worden. Demnach haben 49 Stimmen für und eine Stimme gegen den Verbleib im Ronhof gestimmt. 

miri/eber

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