Samstag, 17.11.2018

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Nagelneuer Brückenschlag nach altem Vorbild

Die Siebenbogenbrücke über das Fürther Rednitztal erhält erneut Zuwachs - Platz für zwei S-Bahn-Gleise - 16.03.2010

Ein Arbeiter flammt die Schalbretter der ersten neuen Brückenbögen ab. Übernächste Woche schon beginnt das Betonieren. © Hans–Joachim Winckler


So viel Aufsehen, wie der Bau der Siebenbogenbrücke vor 148 Jahren erregt hatte, als Polizei aufmarschierte, um die Masse Schaulustiger von der Baustelle fernzuhalten, machen die gleichwohl spektakulären Arbeiten heute nicht mehr. Lediglich die Rodungsarbeiten hatten größere kritische Beachtung gefunden. Für eine Artenschutzprüfung musste das Roden vorübergehend eingestellt werden. Schon vor der Frostperiode waren die Widerlager der neuen Brücke fundamentiert worden. Für den Schwerverkehr wurde eine Behelfsbrücke oberhalb des Badstegs über den Fluss gelegt. Noch heuer soll der Brückenrohbau fertiggestellt sein.

Sieben jeweils 20 Meter große Bögen geben der 187 Meter langen Brücke dekorativen Charakter. Nicht zum ersten Mal wird sie nun erweitert. Bereits 29 Jahre nach der Fertigstellung musste die ursprünglich eingleisige Brücke für drei weitere Gleise verbreitert werden. 1899 wurde schließlich auf der Südseite ein Betonanbau für ein fünftes Gleis geschaffen, auf dem seither die Rangaubahn nach Cadolzburg verkehrt.

1970 schließlich wurde die Brücke mit Beton gefüllt, die Oberleitungsmasten zum Platzgewinn ins Tal versetzt. Die neue S-Bahn-Brücke auf der Nordseite ist für zwei Gleise ausgelegt und wird nach Angaben von Bahnsprecher Frank Kniestedt nicht mit Sandstein verkleidet. Es bleibt beim Sichtbeton mit der Maserung der Schalbretter. Eine weitere Brücke wird bei Stadeln neben der Eisenbrücke über die Regnitz gebaut. 

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