Samstag, 16.02.2019

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Neues Leben im alten Café Fenstergucker

Fürther Traditionslokal an der Schwabacher Unterführung wird wieder bewirtschaftet - 03.08.2007

Ein breites Publikum will Fenstergucker-Betreiber Adam Leider (2. v. li.) – hier mit seinen Kindern Jessica und Andre, Partnerin Sandra Speibl und Disjockey Gerd Klipfel – ansprechen. © Erich Malter


Anstelle des vor einiger Zeit per Aushang angekündigten Shisha-Cafés für Wasserpfeifenfans ist in den schmuck renovierten Räumen nun ein Tanzcafé für ein breites Publikum entstanden. Vor rund eineinhalb Monaten hat der Fürther Schausteller Adam Leider den Pachtvertrag unterschrieben.

Aus der Zeitung hatte der 38-Jährige von dem Angebot erfahren. Er wusste zunächst gar nicht, dass es sich bei dem Objekt in der Schwabacher Straße 66 um das populäre Café Fenstergucker handelt, das im Volksmund wegen seiner wie ein Hinterteil einst zweifach geschwungenen Fassade (der Renovierung zum Opfer gefallen) «Oaschbaggncafé» genannt wurde. «Es war Liebe auf den ersten Blick», gesteht der Schausteller aus der Ludwigstraße dessen Imbissbetrieb Leider & Dölle auf zahlreichen hiesigen Kirchweihen zu Hause ist.

Unverzüglich machte er sich ans Herrichten der Räume. Eine Bar und eine mit Raumteiler abgetrennte Lounge gehörten ebenso wie die Bistro- und Restauranttische zur Ausstattung. Braun- und Rottöne prägen das Interieur. Die Tanzfläche ist rasch freigeräumt. Zum Tanz freitags und samstags sollen Hits der 70er bis 90er Jahre den Ton angeben. An der Bar gibt es Cocktails. Den Kuchen für das traditionsreiche Kaffeekränzchen am Nachmittag liefern örtliche Bäckereien. Außer montags (Ruhetag) ist das Fenstergucker täglich ab 14 Uhr geöffnet. Bis 5 Uhr früh hat Leider Betriebserlaubnis. Die will er auch ausnutzen und seine Gäste so lange verweilen lassen, wie sie möchten.

Die alte Fenstergucker-Ära endete vor sieben Jahren mit dem Rückzug der Pächter Fritz und Brigitta Wolf. Von 2001 bis 2004 wurde das Café von den Eltern der Comödien-Betreiber weitergeführt. Bandleader Conny Wagner führte musikalisch Regie. Anschließend versuchte Matthias Grimm sein Glück und setzte vorübergehend künstlerische Akzente. 

Volker Dittmar

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