Samstag, 20.10.2018

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Rasche Lösung für das City-Center?

Letzter verbliebener Kaufinteressent macht Hoffnung und drückt aufs Tempo - 19.11.2010 22:00 Uhr

Die guten Weihnachtswünsche, die alle Jahre wieder an der Fassade des City-Centers platziert werden, könnten diesmal besondere Symbolkraft haben: Möglicherweise findet sich noch im Dezember ein Käufer für das Haus. © Huber


Nach Auskunft des städtischen Wirtschaftsreferenten Horst Müller, der auf Bitte der 351 Center-Eigentümer maßgeblich an den Verkaufsgesprächen beteiligt ist, handelt es sich nicht um einen der großen Konzerne aus der Shopping-Center-Branche. Namen wollen weder der Mann aus der Stadtspitze noch die Center-Sprecher preisgeben, doch keinen Hehl machen sie aus ihrer neu erwachten Zuversicht. Das deutsche Unternehmen, letzter verbliebener von zuletzt fünf Interessenten am Fürther Center mit seinen 26000 Quadratmetern Verkaufsfläche, habe inhaltlich wie architektonisch klare Vorstellungen und mache einen seriösen Eindruck.

Für die Eigentümer wäre der schnelle Verkauf eine Erlösung, denn das in Schieflage geratene City-Center leidet unter immer mehr Leerständen. Wie mehrfach berichtet, hatte sich nach dem Scheitern seiner Pläne für eine „Neue Mitte“ zunächst der portugiesische Shopping-Center-Spezialist Sonae Sierra für den 25 Jahre alten Einkaufstempel interessiert; Anfang Mai dieses Jahres, nach bereits weit gediehenen Verhandlungen, machte der Konzern aber überraschend einen Rückzieher. Die Eigentümer sind seitdem auf der Suche nach anderen Investoren.

Eine positive Erkenntnis für die Stadtspitze, die einen zweiten Einkaufsschwerpunkt in unmittelbarer Nähe plant: Der potenzielle neue Eigentümer des City-Centers habe bereits signalisiert, in dem städtischen Projekt keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zu sehen, so Müller. Deshalb sei er bereit, bei der Auswahl seiner Geschäfte Rücksicht darauf zu nehmen.

Die Kosten für die Modernisierung des angejahrten City-Centers, das größtenteils entkernt werden muss, schätzen Experten auf rund 50 Millionen Euro. Auch zeitlich käme es der Kommune zupass, wenn das Alt-Center bald umgebaut werden könnte. Denn Müller geht davon aus, dass die Arbeiten dort bis Anfang 2012 erledigt sind; dadurch komme es nicht zu Kollisionen mit dem Vorhaben der Stadt an der Rudolf-Breitscheid-Straße, das nicht vor 2013 fertiggestellt sein dürfte.

 

Wolfgang Händel

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