Sonntag, 21.10.2018

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Rauchsäule über Fürth: Feuer loderte in Entsorgungsfirma

Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz - Hintergründe noch unklar - 20.08.2018 07:24 Uhr

Die Rauchsäule stand über Fürth - und war bis nach Nürnberg zu sehen. © ToMa/Reitmayer


Es war eine Materialschlacht, eine, die die Feuerwehr noch die ganze Nacht hindurch beschäftigte. 6000 Liter pro Minute pumpten die Retter am Abend aus dem Kanal, um den Brand zu löschen, der am Sonntagnachmittag auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma im Fürther Westen ausbrach. Wie es dazu kam, ist noch unklar. Gebrannt haben gelbe Säcke mit Plastikmüll, Metalle - alles, was dort entsorgt wird.

Als die Feuerwehr ankam, stand bereits ein Teil des Freilagers im Brand, erklärt Einsatzleiter Christian Rieck von der Fürther Berufsfeuerwehr. Neben mit Abfall gefüllten Betonwannen fingen auch sechs große Container Feuer. "Was da drin ist, wissen wir noch gar nicht", sagte Rieck. Die Flammen breiteten sich auch in eine angrenzende Halle aus.

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Dunkler Qualm über Fürth: Großbrand in Entsorgungsfirma

Ein Großbrand forderte am Sonntag und Montag die Fürther und die Nürnberger Feuerwehr: In einer Entsorgungsfirma im Westen der Kleeblatt-Stadt fing ein größerer Haufen Plastik Feuer. Eine dunkle Rauchsäule stieg kurz nach Ausbruch des Feuers über der Stadt auf. Selbst am Tag danach waren die Einsatzkräfte noch mit der Brandbekämpfung beschäftigt.


190 Feuerwehrleute aus Fürth, Nürnberg und Erlangen waren am Abend an der Hafenstraße im Einsatz, daneben Polizei, Technisches Hilfswerk und 35 Kräfte des BRK. Drei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt. In Fürth war ein sogenannter Vollalarm ausgelöst worden. Konkret heißt das: Alle Freiwilligen Feuerwehren wurden zu der Entsorgungsfirma berufen. Auch die Berufsfeuerwehren aus Nürnberg und Erlangen rückten aus. Das Hauptfeuer sei inzwischen gelöscht, teilte die Feuerwehr am Montagmorgen mit. Die Löscharbeiten sollen aber noch bis in den Vormittag hinein dauern. Haufen mit Plastikmüll müssten auseinandergezogen werden, um Glutnester zu löschen.

Fenster und Türen geschlossen halten

Die Rauchsäule war kilometerweit sichtbar, sorgte auch in Nürnberg für Aufregung. Der Gestank zog bis in die Fürther Innenstadt. Um Anwohner vor den giftigen Plastik-Dämpfen zu warnen, fuhr ein Lautsprecher-Fahrzeug der Polizei durch die nördlichen Stadtteile. Die Anwohner dort sollen vorerst noch Fenster und Türen geschlossen halten. 

Für Ärger sorgen mehrere Gaffer, die von der Polizei belehrt wurden. Zwischenzeitlich musste die Mainstraße abgeriegelt werden, Rettungskräfte konnten wegen der Passanten nicht zu der Müllentsorgungs-Firma und dem Brand vorrücken. Auch der nahegelegene Fürther Golfplatz musste geschlossen werden. 

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 20.08.2018 um 07.24 Uhr.


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