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Mittwoch, 18.07.2018

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Serie in Fürther Schwelbrennanlage: Brandstifter gefasst

Polizei klärt nun, ob es sich bei den jungen Männern um Serientäter handelt - 25.02.2018 13:59 Uhr

Flammen schlugen aus dem Fenster des Schwelbrennanlage. © ToMa


Diesmal war es am späten Freitagabend. Mindestens drei Mal in den letzten vier Wochen loderten Flammen in der stillgelegten Fürther Schwelbrennanlage auf. Die Vorfälle gleichen sich, immer wieder gerieten Unrat, Kartonagen und Paletten im zweiten Obergeschoss in Brand, immer wieder musste die Feuerwehr mit einem Großaufgebot ausrücken. 

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Feuer in der alten Schwelbrennanlage in Fürth ausgebrochen

In der stillgelegten Müll-Schwelbrennanlage (SBA) in Fürth-Atzenhof ist am Sonntagvormittag ein Feuer ausgebrochen. Im zweiten Obergeschoss des leerstehenden Gebäudes stand ein etwa 20 Quadratmeter großer Raum mit Kartonagen und Müll im Vollbrand.


Jetzt scheint klar: Zumindest der letzte Vorfall am Freitagabend war Brandstiftung. In unmittelbarer Nähe des Brandorts fiel einer Streife der Fürther Polizei eine Gruppe von vier jungen Männern auf. Als die Ermittler sie mit den Vorwürfen konfrontierten, gaben sie zu, das Feuer gelegt zu haben. Mittlerweile hat die Kripo die Angelegenheit übernommen. 

Die Beschuldigten sind jeweils 17 und 20 Jahre alt, wie die Polizei mitteilt. Sie wurden mittlerweile ihren Eltern übergeben oder freigelassen. Derzeit, so heißt es in einer Pressemitteilung, werde geprüft, ob sie für die weiteren Vorfälle in der Schwelbrennanlage verantwortlich sind. "Die Ermittlungen dauern an." 

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Erneuter Brand in der Schwelbrennanlage in Fürth

Ein Feuer in einer Schwelbrennanlage in Fürth hat die Einsatzkräfte am Freitagabend auf Trab gehalten. Da hauptsächlich Aktenordner mit Papier brannten, mussten die Feuerwehrmänner mehrmals sogenannte Nachlöscharbeiten durchführen. Die Anlage ist schon lange stillgelegt.


Der Sachschaden am Freitagabend wird von der Polizei auf rund 8000 Euro geschätzt, hinzu kommen die Kosten für den Feuerwehreinsatz. Die 1997 fertiggestellte Schwelbrennanlage war schon beim Bau heftig umstritten und denkbar kurz in Betrieb: Mehrere Strörfälle brachten bereits 1998 das Aus.


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