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Stadt verteidigt die Parkhaus-Pläne

Erklärung hebt die Notwendigkeit des Projekts in der Fürther Oststadt hervor - 22.01.2013 13:00 Uhr

Dieses Parkhaus in der Nürnberger Straße — die Absperrungen wurden bereits entfernt — soll mit Metallelementen verkleidet werden, die farblich auf die benachbarten Sandsteinfassaden abgestimmt wurden. © Hans-Joachim Winckler


Beim jetzigen Fassadenzustand des Gebäudes in der Nürnberger Straße, der für viel Kritik gesorgt hat, handele es sich nicht um die endgültige Version, betont das Rathaus in einer Erklärung vom Montag noch einmal. Es folge „eine farblich und gestalterisch deutlich bessere Anpassung an die Umgebung, als es der jetzige Bauzustand erkennen lässt“.

Die Berichterstattung unserer Zeitung über das Objekt, das eine Lücke in der Altbausubstanz füllt, hatte eine rege Diskussion ausgelöst. In den Blickpunkt rückte dabei die Frage, wie viel Einfluss die Kommune hat, wenn es im historischen Stadtbild um Ästhetik geht. Während das Baureferat eher bescheidene Möglichkeiten sieht, einzugreifen, wünscht sich die Architektin Brigitte Sesselmann mehr Rückgrat. Sesselmann ist Vorsitzende des Baukunstbeirats, eines Expertengremiums, das Fürth beratend zur Seite steht, und hält das Parkhaus an dieser Stelle für deplatziert.

Das sieht die Kommune anders: Die Oststadt, heißt es in der Erklärung weiter, gehöre zu den am dichtesten besiedelten Bereichen des Stadtgebiets. Bewohner hätten „in jeder Bürgerversammlung der vergangenen Jahre“ zusätzlichen Parkraum angemahnt. Vor diesem Hintergrund habe man die Absicht der Firma P&P, das Parkhaus auf einer Brachfläche zu errichten, „grundsätzlich begrüßt“ — zumal dort zuvor „ein baufälliger, barackenartiger, leerstehender Flachbau“ gestanden habe. Auch Anwohner, insbesondere aus der Sommerstraße, hätten wiederholt die Schließung der Baulücke gefordert, um gegen den Lärm der Nürnberger Straße besser abgeschirmt zu sein.

Ein ebenfalls geplantes neues Parkhaus an der Gebhardtstraße sei hingegen für die Anwohner der Nürnberger Straße „keine Alternative“, so die Stadt. Dieser Standort sei für die ebenfalls unter Parknot leidenden Anwohner und Gewerbebetriebe aus der Gebhardtstraße, der Königswarterstraße und der Hornschuchpromenade reserviert. Gerade während der bevorstehenden Sanierung dieser Straßenzüge sei mit einem erheblichen Verlust von Parkraum zu rechnen. 

Wolfgang Händel

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