Dienstag, 13.11.2018

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Tausende demonstrieren in Fürth gegen Atomkraft

Freiheit bei der Großkundgebung für ganz Nordbayern gut gefüllt - 28.05.2011 16:38 Uhr

Um 14.45 Uhr ließen sich die Demonstranten auf der Freiheit zu einer symbolischen Sitzblockade gegen Atomkraft nieder. © Michael Müller


Die Demonstration in Fürth ist eine von bundesweit 21 geplanten Großkundgebungen, die heute über die Bühne gingen. Um 13 Uhr fiel auf der Fürther Freiheit der Startschuss. Eine ganze Reihe von Rednern machte sich für den schnellstmöglichen Abschied von der Kernkraft stark. Fürths Bürgermeister Markus Braun pries seine Heimatstadt als vorbildlich bei der Nutzung regenerativer Energien und bezeichnete die Atomenergie als „unbeherrschbare Technologie, aus der wir nicht irgendwann, sondern so bald wie möglich aussteigen müssen“.

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Wenn's schon mit dem Aufstieg nicht klappt, dann vielleicht wenigstens mit dem Ausstieg: In Fürth trafen sich heute Atomkraftgegner aus ganz Bayern um gemeinsam ihrem Unmut Luft zu machen.


Während der örtliche IG-Metall-Chef  Thomas Händel die deutschen Meiler als „stationäre Atombomben“ bezeichnete und der grüne Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz betonte, der Ausstieg sei bis 2017 ohne Probleme machbar, überbrachte Rainer Heller, früherer Vorstandschef der Sparkasse Fürth, als Vertreter der evangelischen Synode in Bayern deren Solidaritätsadresse. Heller zitierte aus der christlichen Schöpfungsgeschichte, an deren Ende es heißt: „Und siehe, es war alles sehr gut.“ Er hoffe, dass dies so bleibt — dazu jedoch sei das Aus für die Kernkraft nötig.

Den stärksten Beifall aber bekamen vier mutige Mädchen des Fürther Helene-Lange-Gymnasiums: Veronika Vennemann (16), Hannah Ittner, Marlene Meyer und Lena Schmailzl (alle 17) steuerten  mit jugendlichem Elan und Charme ihre Gedanken zu den Gefahren der Technologie bei. „Wir riskieren, die Erde zu einem toten Planeten zu machen“, sagten sie — und überraschten mit einem originellen Vergleich: „Hätten die alten Römer schon Atomkraftwerke gebaut, müssten wir uns heute noch um ihren Atommüll kümmern.“

 

Wolfgang Händel

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