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Grüne kritisieren "Besorgte Eltern": Pegida für die Schule?

Neue Initiative fordert: "Stoppt die Sexualisierung an den Grundschulen" - 17.01.2015 09:36 Uhr

Die erste soll an diesem Samstag auf dem Augsburger Rathausplatz stattfinden. Am 15. November des vergangenen Jahres war der Journalist, Buchautor und politische Aktivist Jürgen Elsässer einer der Redner auf einer Kundgebung der „Besorgten Eltern“. Der Pforzheimer hat sich zunächst ganz linksaußen publizistisch betätigt und unterstützt in seinem Blog jetzt die Pegida-Bewegung mit ihren Demonstrationen in Dresden und Leipzig.

„Helfen auch Sie mit, den Missstand an Kindergärten und Grundschulen ans Licht zu bringen“, rufen die „Besorgten Eltern“ zu ihrer Demo in Augsburg aus: „Unabhängig von Ihrer Herkunft oder religiösen Einstellung können wir hier gemeinsam ein Zeichen setzen und für die Zukunft unserer Familien einstehen.“

„Homophobes Weltbild“ ärgert die bayerischen Grünen

Die Grünen im Bayerischen Landtag wollen in Augsburg mit einem eigenen Informationsstand der Initiative Paroli bieten und „gegen eine rückwärtsgewandte Diskussion über Sexualität und den Umgang mit der Vielfalt sexueller Identitäten und Orientierungen im Schulunterricht“ eintreten, so deren Landtagsabgeordnete Claudia Stamm. Die „Besorgten Eltern“ favorisierten ein „homophobes Weltbild“, das man in Deutschland für überwunden geglaubt habe. Sinnvolle Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit, so die Grünen-Abgeordnete Christine Kamm, würde unter dem Deckmantel des Kinderschutzes diffamiert.

Die „Besorgten Eltern“ wollen in Bayern in diesem Jahr insgesamt fünfmal demonstrieren, und zwar außer in Augsburg auch in München und Nürnberg. Die Initiative prangert "jede Form der Frühsexualisierung ihrer Kinder in Kitas, Kindergärten und Schulen" und die "Auflösung der Geschlechtsrollen von Mann und Frau" an. Darüber kritisiert sie, dass "jede sexuelle Orientierung gleichwertig ist und von der Gesellschaft akzeptiert werden muss."

Mit Homophobie will die Bewegung zwar nach eigenen Angaben nichts zu tun haben, ganz oben auf ihren Flyern jedoch prangt ein Regenbogen - seit den 70er Jahren ein Symbol der Schwulen- und Lesbenbewegung - mit der Aufschrift: "Der Regenbogen gehört uns". 

Ralf Müller (Nürnberger Zeitung) / cu

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