Dienstag, 13.11.2018

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Glaswerke Arnold haben Insolvenz angemeldet

Als Grund wird der bundesweit starke Einbruch auf dem Fotovoltaik-Markt angegeben - 09.01.2014 16:01 Uhr

Das waren noch gute Zeiten der Glaswerke, als im April 2012 der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer den Betrieb besichtigte. Links außen Firmenchef Hans-Joachim Arnold. © Archivfoto: Falk


Mit der Meldung wurde gestern früh Bürgermeister Hans Popp überrascht, der prompt seinen Skiurlaub in Schladming abbrach und sich auf den Weg in die Heimat machte. Gegenüber dem Altmühl-Boten erklärte er, die Stadt werde den vom Konkurs betroffenen rund 200 Mitarbeitern helfen, wo sie nur kann.

Dass die Glaswerke Arnold, die seit 1993 in Merkendorf ansässig sind, zuletzt Probleme hatten, das wussten die Insider. Allein fünf Geschäftsführer haben die Glaswerke in den letzten zehn Jahren verschlissen. Die Unternehmensleitung im württemberg­ischen Remshalden-Geradstetten wollte offenbar das Jahresergebnis 2013 abwarten, um zu sehen, ob sich die Lage verbessert. Das aber war nicht der Fall. Im Gegenteil. Der Fotovoltaikbereich ist bundesweit ziemlich stark eingebrochen. Zudem ist die Firma Schott aus der Dickschichtproduktion ausgestiegen und das alternative Angebot hat qualitativ enttäuscht.

Das Unternehmen mit Sitz in Remhalden-Geradstetten hat neben dem Werk in Merkendorf noch die Standorte Feuchtwangen, Fürstenfeldbruck, Klagenfurt, Kirchberg (Hessen) sowie Sankt Egidien und Buchta (Sachsen). Rund 600 Mitarbeiter werden beschäftigt. Von der Insolvenz betroffen ist aber nur das Merkendorfer Werk. 

Werner Falk

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