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BN kritisiert: Holzernte gefährdet Vögel

Kreisgruppe will sich an EU-Kommission wenden - 03.06.2017 07:36 Uhr

Symbolbild Holzernte © Hans-Joachim Winckler


Wie Helmut König, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe, mitteilt, habe der Staatsforstbetrieb Forchheim bis in den April 2017 hinein umfangreiche Holzernteaktionen im Markwald, einem gemeindefreien Gebiet zwischen Röttenbach und Baiersdorf, durchgeführt. Auch die Holzabfuhr sei noch nicht abgeschlossen.

"Das etwa 2200 Hektar große Waldgebiet ist durch die EU-Vogelschutzrichtlinie besonders geschützt. Ziel dieser Richtlinie ist es, heimische Vogelarten in ihrem Bestand dauerhaft zu erhalten. Dazu gehört vor allem, dass die Vögel besonders während ihrer Brut- und Aufzuchtzeit weder gestört noch beunruhigt werden dürfen", erklärt der BN.

Mehrmalige Anregungen des Bund Naturschutz, die Holzernte wenigstens während der Vogelbrutzeit ab Anfang März auf die restlichen etwa 15 000 Hektar des Staatsforstbetriebes zu beschränken, hätten bisher zu keinem Ergebnis geführt. Im benachbarten Staatsforstbetrieb Nürnberg, zu dem das Vogelschutzgebiet Nürnberger Reichswald gehört, hätten in den letzten Jahren solche wiederholten Missachtungen der Vogelbrutzeit, beispielsweise im Naturschutzgebiet Brucker Lache bei Erlangen, zu massiven Protesten geführt.

"Nachdem dort das rücksichtslose Vorgehen der Staatsforsten sogar vom Amt für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft und der Höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung von Mittelfranken unbeanstandet blieben, hat die BN-Kreisgruppe beschlossen, in den kommenden Wochen eine Vertragsverletzungsanmahnung bei der EU-Kommission in Brüssel vorzubereiten", teilt BN-Kreisgruppenvorsitzender König mit. Damit soll erreicht werden, dass die europaweit geltenden Naturschutzregelungen auch im Vogelschutzgebiet Markwald eingehalten werden.

  

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