Montag, 17.12.2018

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Heftiger Gegenwind für IMO

Gremsdorfer Unternehmen hat zum Ende des Monats 174 Mitarbeitern gekündigt - 30.11.2011 09:59 Uhr

Die Firma IMO ist weltweit beim Bau von Windkraftanlagen engagiert und zu 80 Prozent vom Export abhängig. Auf dem Weltmarkt herrscht derzeit allerdings Flaute. © Kronau


IMO, seit Jahren im Anlagenbau für erneuerbare Energien weltweit etabliert, begründet den Schritt mit einem Rückgang der Nachfrage in der Windenergie vor allem im Ausland. Zu Beginn des zweiten Kalenderhalbjahres seien die für IMO bedeutenden Auslandsmärkte vielen Schwankungen unterworfen gewesen. Noch im Frühjahr plante das Unternehmen auf Basis einer guten Auftragseingangssituation mit einer ausreichenden Produktionsauslastung bis Ende 2011 in den Werken am Standort in Gremsdorf. Jedoch teilten im Juni 2011 bedeutende Abnehmer erhebliche Auftragsverschiebungen mit, die kurzfristig aufgrund der langen Produktionsplanung nicht kompensierbar sind.

Keine Erholung in Sicht

Da eine generelle Markterholung im kommenden Jahr nicht zu erwarten sei, habe sich die Unternehmensleitung gezwungen gesehen, die Kostenstruktur kurzfristig deutlich zu verbessern, um das Unternehmen auf Kurs zu halten und an die derzeit vorherrschenden Marktbedingungen anzupassen.

Gesellschafter- Geschäftsführer Erich Ruß: „Wir haben lange gewartet, alles versucht, doch am Ende war die Anpassung an die Realitäten im Markt zwingend – nicht zuletzt wegen der sozialen Verantwortung für die Zukunft unser verbleibenden Mitarbeiter.“

Als unvermeidbare Maßnahme ergebe sich die Notwendigkeit des sozialverträglichen Abbaus von 174 Arbeitsplätzen, der in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und einem Sozialplan folgend von der Geschäftsleitung beschlossen wurde.

Betriebsratsvorsitzender Thomas Brückner: „Der Betriebsrat hat um jeden einzelnen Arbeitsplatz gekämpft und auf die sozialverträglichste Auswahl der zu kündigenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geachtet. In Verhandlungen mit dem Arbeitgeber konnten wir den bestmöglichen Interessenausgleich und Sozialplan durchsetzen.“

Um den betroffenen Mitarbeitern sofort einen Ansprechpartner zur Seite zu stellen und die Mitarbeiter bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung bestmöglich zu unterstützen, hat die Unternehmensleitung auch zugesichert, eng mit dem zuständigen Arbeitsamt zu kooperieren. 

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