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Herzogenaurach: "Igel" stellt Stacheln auf

Eigentümer und Landwirte gegen geplante Südumfahrung - 05.12.2017 07:57 Uhr

"Igel" mit Igel: Walter Winkelmann (l.) und Robert Erhardt sind Sprecher der Interessengemeinschaft. © Foto: Manfred Welker


"Igel" bedeutet: "IG Eigentümer und Landwirte pro Alternativen contra Südumfahrung." Bei der Gründungsversammlung Ende November im Gasthaus Bär in Burgstall waren rund 25 Eigentümer und Landwirte gekommen. Viele davon bekräftigten laut Landwirt Walter Winkelmann die Bereitschaft, gegen die Südumfahrung "bis zur Enteignung zu kämpfen".

Noch wissen auch die Initiatoren nicht genau, wie viele Eigentümer und Landwirte insgesamt Flächen für die Südumgehung abgeben müssten. "Ich denke, es könnten noch so zehn dazukommen", so Winkelmann. Ganz einfach ist es nicht, eine vollständige Liste zusammenzutragen. Der Niederndorfer hofft aber, möglichst bald alle Namen zusammen zu haben. Ob sich dann letztlich alle der IG anschließen, ist nicht klar. Das nächste Treffen soll im Januar stattfinden.

Der Name "Igel" passt nach Ansicht der Initiative sehr gut zum Thema. "200 000 Igel verlieren in Deutschland pro Jahr ihr Leben auf der Straße", heißt es in einer Pressemitteilung. Flora und Fauna seien gefährdet und auch die Existenz der Landwirte. "Die Mitglieder der Interessengemeinschaft wollen der Stachel bei der Planung der Südumfahrung sein."

Bereits im Jahr 2012 hatten laut Interessengemeinschaft 30 Grundbesitzer vor dem Beschluss zum Bau der Südumfahrung Bürgermeister German Hacker gegenüber schriftlich die Unverkäuflichkeit ihrer Grundstücke erklärt.

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft wollen sich gemeinsam gegen die Enteignung wehren. Aus diesem Grund wird die IG bei der heutigen Bürgerversammlung Anträge zu Alternativen der geplanten Südumfahrung einbringen.  

MATTHIAS KRONAU

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