Montag, 17.12.2018

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Imo streicht massiv Jobs

Flaute: 120 der noch 650 Mitarbeiter müssen gehen - 06.05.2013 16:34 Uhr

Die Flaute in der Windenergie-Branche hat das Gremsdorfer Unternehmen, Spezialist für Großlager erneut ins Trudeln gebracht. 120 Mitarbeiter müssen entlassen werden © Matthias Kronau


Imo leidet laut einer Mitteilung des Unternehmens „wie alle Unternehmen in der Windindustrie seit knapp fünf Jahren an den Problemen der Branche: hoher Preisdruck und Überkapazitäten“. Dazu kämen „weltweit wechselnde politische Entscheidungen, die langfristige Planungen erschweren“.

Wegen der ausbleibenden Nachfrage für Großwälzlager für die Windenergiebranche sehe man sich deshalb gezwungen, ein weiteres Mal Personal abzubauen. Grund dafür seien erhebliche Umsatzeinbrüche von Oktober 2012 bis April 2013, „ausgelöst durch Investitions- und Projektstopps großer Windkraftanlagenhersteller“. Man rechne in der Branche der erneuerbaren Energien derzeit auch nicht mit einer „Verbesserung der Marktsituation“.

Gespräche mit Betriebsrat

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Gremsdorf habe in den vergangenen Monaten bereits verschiedene „Schritte zur Anpassung der Kapazitäten an die Marktsituation“ unternommen. Verwaltungsgebäude seien aufgegeben worden, die Nachtschichten reduziert und Kurzarbeit für weite Teile des Unternehmens eingeführt. Nun zeige sich aber, so teilt das Unternehmen mit, dass diese Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze nicht ausreichen würden.

Vom Personalabbau seien rund 120 Mitarbeiter der 650 Beschäftigten in Verwaltung und Produktion betroffen. Um einen „sozialverträglichen Abbau der Arbeitsplätze sicherzustellen“, würden Verhandlungen mit dem Betriebsrat geführt.

Mehrere Entlassungswellen

Die Imo-Gruppe, die Kugel- und Rollendrehverbindungen herstellt, wurde im Jahr 1988 in Gremsdorf gegründet. Neben den Werken in Gremsdorf unterhält die Gruppe ein Repräsentanzbüro im chinesischen Peking und eine Niederlassung in Charleston, USA.

Jahrelang galt das Unternehmen als „Jobmaschine“ im Landkreis, beschäftigt wurden zeitweise weit mehr als 1000 Mitarbeiter. Doch als die Aufträge zurückgingen, wurden Arbeitsplätze abgebaut, bereits 2009 und Ende 2011 wurden in größerer Zahl Beschäftigte entlassen. 

nn

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