Montag, 17.12.2018

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Röttenbach darf sich „Fair Trade-Gemeinde“ nennen

Gütesiegel beim Neujahrsempfang offiziell verliehen — Ehrung für verdiente Bürger und herausragende Sportler - 29.01.2016 17:57 Uhr

Bürgermeister Ludwig Wahl (3. v. l.) freut sich über die Urkunde, die Röttenbach offiziell als Fair Trade Gemeinde ausweist. © Foto: Karl-Heinz Panzer


Diese Haltung wird ab sofort auch an den Ortsschildern dokumentiert. „Wir sind eine Fair Trade-Gemeinde“ erfahren Fremde wie Einheimische beim Ankommen. Manfred Holz als Ehrenbotschafter der Fair Trade-Bewegung war am Donnerstagabend in die Lohmühlhalle gekommen, um der Gemeinde das Fair Trade-Gütesiegel nebst Urkunde zu überbringen.

Dass es dazu kommen konnte, „ist nicht ganz einfach gewesen“, sagte Wahl. Maßgeblichen Anteil an der Erfüllung der Kriterien hätten Röttenbacher Geschäfte und Gaststätten, soziale Einrichtungen, Kirchen und Vereine, die sich mit einer eigens ins Leben gerufenen Steuergruppe zusammengetan hätten, sagte der Bürgermeister und dankte allen. Seit 1986 verkauft ein Aktionskreis in Röttenbach fair erzeugte und gehandelte Produkte. Momentan packen 50 Mitglieder mit an und erzielen einen Umsatz von 12 000 Euro pro Jahr. Mit verschiedenen Aktionen und Verkaufsveranstaltungen wird das Bewusstsein für einen fairen Kreislauf geweckt.

Nachdem Röttenbachs Bürgermeister die Arbeit seiner Verwaltung und des Gemeinderates ins rechte Licht gerückt hatte, beglückwünschte er besonders verdiente, talentierte oder sportlich erfolgreiche Mitbürger. Zunächst drei Kommunalpolitiker, die 18 Jahre im Gemeinderat saßen, nämlich Hubert Amon, Herbert Blersch (sechs Jahre dritter Bürgermeister) und Hans Götz (seit 2014 dritter Bürgermeister). Andreas Kretschmer machte durch seinen ersten Platz auf Landesebene im bundesweiten Mathematik-Wettbewerb von sich reden, Florian Kroner schloss als bester „Spezialbaufacharbeiter“ bei der Handwerkskammer ab. Melitta Gumbrecht verzückte als „Bayerische Schmankerlkönigin“ im Juni die Gaumen, Hannelore Näder hat 19 Jahre lang den evangelischen Seniorenkreis geleitet.

Dieter Fuchs war von 2007 bis 2015 Seniorenbeiratsvorsitzender, Friedrich Beck 35 Jahre oberster Wanderfreund, Günther Sapper genauso lange Chef der Blasmusik, die auch an diesem Abend den musikalischen Teil bestritt. Ewald Dausch bekam stellvertretend für seine gesamte Familie und Belegschaft Anerkennung für die Unterstützung eines verunglückten Mitarbeiters. Mit den von Dausch initiierten Solidaritätstagen wurde und wird Geld für Reha-Maßnahmen gesammelt.

Die lange Liste der geehrten Sportler führte ein „Rammler“ an: Hans Warter wurde 2014 Bayerischer Landesclubmeister in der Kaninchenrasse „Weiße Neuseeländer“. Lisa Adelhardt schaffte es auf einen dritten Platz bei den Bayerischen Schachmeisterschaften im gleichen Jahr. Für ihre Erfolge mit dem Aktiv Team bekamen Maximilian Klaus, Steffen Novak, Naima Berlin und Stefanie Lechner Kinogutscheine. Eine ganze Menge davon heimsten auch die Mädels und Jungs vom Karnevalsclub ein, die mit ihren Tanzkunststücken bundesweit zu begeistern wissen. Für ihre Bronzemedaillen bei den Bayerischen Meisterschaften erfuhren Julian Flögel, Toni Stengel, Roland Fröhlich und Sven Wagner von der Turngruppe Anerkennung.

Sehr lobend äußerte sich Bürgermeister Wahl über die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr im Allgemeinen. Im Besonderen zeichnete er Harald Wahl, Stefan Hendel, Wolfgang Kalb und den Kommandanten Jürgen Schwab für 25 Jahre im aktiven Dienst aus. Erwin Müller bringt es auf stolze 40 Jahre.

Landrat Alexander Tritthart fand anerkennende und ermutigende Worte für alle Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren. Gerade im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle habe man ein turbulentes Jahr hinter und wohl auch vor sich, so der CSU-Politiker. 

khp

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