Samstag, 17.11.2018

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Tolles Hawaii-Debüt

Silvia Balbach holt Bronze bei der Ironman-WM - 12.10.2009

Beim kleinen «Herzoman» (Bild) trug sich Angela Kühnlein schon in die Siegerliste ein, doch Platz vier beim Klassiker auf Hawaii ist für die Schwarzenbacherin der größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere. © Matthias Kronau


Fantastische Ergebnisse gab es für Silvia Balbach von der TS Herzogenaurach und die Schwarzenbacherin Angela Kühnlein (sie startet für den TSV Höchstadt und den TV 48 Erlangen: Die Erstgenannte sicherte sich dank einer famosen Laufleistung in der Klasse der 30- bis 34-Jährigen Bronze, die Schwarzenbacherin Kühnlein war ebenfalls lange auf Medaillenkurs, ehe sie ausgerechnet von einer fränkischen Rivalin auf Platz vier verdrängt wurde.

Für Silvia Balbach verlief das Rennen wie erwartet und erhofft: Als eher unerfahrene Schwimmerin stieg sie nach 1:11:03 Stunden für 3,8 Kilometer als 34. ihrer Klasse aus dem Pazifik. Schon auf dem Rad begann ihr unaufhaltsamer Vormarsch, obwohl die Bedingungen so hart wie meist auf Hawaii waren: Brutale Hitze und starker Wind konnten aber nicht verhindern, dass die Wahl-Herzogenauracherin nach 5:26:22 Stunden für die 180 Kilometer schon auf Platz sieben vorgefahren war.

Auf der Laufstrecke sah sie schon im Vorfeld ihre größte Stärke: Mit einer tollen Marathonzeit von 3:22:14 Stunden überholte die Hawaii-Debütantin die bis dahin beste Deutsche, Mareen Hufe (Wesel) kurz vor dem Ziel und holte sich die ersehnte, aber keineswegs eingeplante Medaille.

Genau umgekehrt erging es Angela Kühnlein. Auch sie lag im Schwimmen noch zurück (1:11:57 Stunden bedeuteten Platz 14 bei den jungen Damen). Auf dem Rad machte sie mächtig Druck und lag nach diesem Abschnitt, für den sie 5:54:05 Stunden benötigte, bereits auf Platz vier.

Angela Kühnlein Vierte

Auf der abschließenden Marathonstrecke arbeitete sie sich sogar auf Platz drei vor, doch dann kam von hinten die Betzensteinerin Julia Tripke und «schnappte» sich die Höchstadterin, die ihr Anfangstempo nicht ganz halten konnte, doch noch.

Wie sie dürfte auch ihr Höchstadter Vereinskamerad Gerald Geier zufrieden sein. Bereits zum dritten Mal finishte der Handicapathlet in Kona. Mit seiner Zeit 12:58:34 Stunden ließ er trotz seiner Unterschenkelprothese viele Gleichaltrige hinter sich. Er wurde 145. von 192 in der Klasse der 45- bis 49-Jährigen. Seine Splitzeiten: 1:08:10, 6:53:30 und 4:45:56.

Mehr vorgenommen hatte sich sicherlich Swen Sundberg, der einzige Triathlonprofi in der Region. Doch der 35-Jährige vom Team Abu Dhabi hatte nicht seinen Glückstag erwischt. Nachdem er schon beim Schwimmstart Wasser in seine Brille bekommen hat, ließ er die eine oder andere Sekunde im Wasser liegen (Endzeit: 57:05). Auf der Radstrecke lief es am Anfang eigentlich gut, dann fing aber das Leiden an. Mit jedem Tritt begannen seine Knie mehr und mehr zu schmerzen. Trotzdem überwand er die 180 Kilometer in 4:49:51 Stunden.

Beim anschließenden Lauf wurde es aber immer schlimmer, sodass er letztlich das Rennen vorzeitig beendete. Das Risiko einer schwerwiegenderen Verletzung erschien dem Herzogenauracher einfach zu groß.

Ergebnisse

AK 18 - 24 (26 Teilnehmerinnen): 1. Lindsay Wohlers, (USA) 10:50:52, 2. Tatiana Vertiz (Mexiko) 10:52:11, 3. Julia Tripke (Betzenstein) 11:12:16, 4. Angela Kühnlein (Höchstadt) 11:26:04, 5. Kiley Gooch (USA) 11:46:00, 6. Jacinta Collier (Australien) 11:52:26.

AK W 30 - 34 (68 Teilnehmerinnen): 1. Kathleen Calkins (USA) 9:46:26, 2. Rhae Shaw (Kanada) 10:02:56, 3. Silvia Balbach (Herzogenaurach) 10:04:36, 4. Mareen Hufe (Wesel) 10:06:45, 5. Charisa Wernick, (USA) 10:17:14, 6. Joanna Carritt (Großbritannien) 10:19:25. 

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