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Main-Donau-Kanal: Schiffsverkehr liegt weiter lahm

Eisdecke auf dem Kanal ist immer noch bis zu 80 Zentimeter dick - 31.01.2017 05:42 Uhr

Selbst der Eisbrecher kann momentan noch nichts ausrichten: Der Schifssverkehr auf dem Main-Donau-Kanal liegt weiterhin auf Eis. © Bernd Böhner


Seit einer Woche steht der Verkehr auf der gut 170 Kilometer langen Bundeswasserstraße zwischen dem oberfränkischen Bamberg und dem niederbayerischen Kelheim jetzt schon still. Es mache, so das Amt, auch nicht viel Sinn, den behördlichen Eisbrecher "Franz Hesselberger" einzusetzen. Dann wäre die gefrorene Decke zwar zerbrochen, aber die mächtigen Eisschollen würden dann voraussichtlich den Betrieb der Schleusen stören.

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Dicke Eisschollen schwimmen auf dem Main-Donau-Kanal

Der Winter machte in diesem Jahr selbst vor dem Main-Donau-Kanal nicht Halt. Auf der Wasseroberfläche schwammen seit Beginn der Woche zum Teil dicke Eisschollen, die anschließend von den drei Eisbrechern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Nürnberg zu Kleinteilen verarbeitet werden. Somit war auch bei Minus-Temperaturen noch Binnenschifffahrt möglich.


Auch der Nürnberger Hafen ist sozusagen noch im Winterschlaf. Mit der Personenschifffahrt ist in dieser Jahreszeit auch ohne Eis ohnehin praktisch nichts los, aber jetzt steht auch der Güterverkehr still. Zwei Transportschiffe sitzen nach Auskunft der Verantwortlichen gegenwärtig im Hafen fest.

So schlimm wie vor gut 20 Jahren ist die witterungsbedingte Lage allerdings noch lange nicht. Damals war der Kanal sage und schreibe 49 Tage dicht für den Schiffsverkehr. Und 2009 dauerte der Stillstand immerhin 31 Tage. Damals mussten Besatzungen von 21 Schiffen in den Häfen ausharren, 13 davon allein in Nürnberg. 

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