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Schwebebahn gleitet am Baggersee in Greißelbach entlang

Ingenieure testen auf der Versuchsstrecke neuen Transporter - 18.06.2016 06:14 Uhr

Der neue Triebkopf auf der Magnetschwebebahn-Trasse am Baggersee. © Andre de Geare


Der Triebkopf ist gewöhnlich in einem Hangar geparkt, nur für die Testfahrten kommt er auf die Strecke. Das sorgt für Aufsehen: Vor allem bei den Autofahrern auf der parallel verlaufenden B 299. Ein Tempolimit ist überflüssig - gleitet der Zug heraus, staunen ihn alle an und werden automatisch langsamer.

Wegen möglicher Werksspionage ist bei Bögl auch bisher wenig zu erfahren über das neue Transportmittel. Ein Transrapid, wird durch die Blume verdeutlicht, ist das nicht, was da über die Trasse schwebt. Möglich, dass der Begriff geschützt ist. Was aber derzeit in Sengenthal seine Bahnen zieht, sieht aber auch recht ansprechend aus. Führerlos fährt der Triebkopf, im Inneren sind die Sitzplätze zu sehen. Wohin Bögl damit will, wird von der Unternehmung so nicht gesagt, aber auf den Markt, das ist anzunehmen.

Die Bauunternehmung verfügt über das entsprechende Know-How: In Sengenthal sind die Hybridträger für die Fahrbahn des Transrapid entwickelt worden; in China jagt dieser mit 300 Stundenkilometern auf einer in Lizenz gefertigten Fahrbahn designed in Sengenthal dahin.

Bilderstrecke zum Thema

Als der Transrapid nach Sengenthal rollte

Am 30. Mai 2008 kam Bewegung in die Schar Schaulustiger vor dem Tor 3 des Sengenthaler Baukonzerns Max Bögl: Am Horizont tauchte, von der Polizei eskortiert, endlich der Transrapid auf.


Die Referenzstrecke für Technik und Trasse sollte in München entstehen: In fünf Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen, hieß es  in der berühmt gewordenen Rede von Edmund Stoiber seinerzeit. Daraus geworden ist - nix. Das Modell des Transrapid, das jahrelang am Münchener Flughafen für diese Verkehrstechnik warb, hat Bögl schließlich erworben. Für einen Euro, hieß es seinerzeit, dafür musste die Unternehmung aber auch den Tansrapid abbauen und nach Greißelbach Bahnhof schaffen, wo er heute auf einem Stück Hybrid-Trasse steht.

Stehen lassen wollte Bögl die Technik so aber nicht. Trotz Rückschlägen: Die Referenztrasse im Emsland wurde geschlossen. Der einzige Beweis, dass der Transrapid funktioniert, steht damit derzeit in China. Und eben jetzt auch in Sengenthal.

Allerdings: Die Ingenieure haben an der Fahrbahn geschraubt. Greift der Transrapid von außen an die Fahrbahnt, wölbt sich fast um den Schienenweg, spreizt sich der neue Magnetschwebebahn-Transporter von innen an die Fahrbahn. Auch scheint er nicht mehr so breit zu sein wie der Transrapid. 

Wolfgang Fellner

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