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"Stolpersteine" erinnern an ermordete Juden im Landkreis

Gunter Demnig verlegt sechs Gedenksteine in Neumarkt und Sulzbürg - 27.05.2016 14:00 Uhr

Die fünf "Stolpersteine" am Oberen Markt in Neumarkt erinnern an die ermordeten Emanuel, Edith Regina, Anneliese, Max und Julius Hahn. © Andre De Geare


Vor dem Haus an der Oberen Marktstraße 5 in Neumarkt ließ Demnig fünf Pflastersteine ein, die mit glänzendem Messing überzogen sind. Darauf wurden die Namen und Daten von fünf früheren Hausbewohnern eingraviert: Der Kolonialwarenhändler Emanuel Hahn, seine Kinder Edith Regina, Anneliese und Max sowie sein Brunder Julius Hahn wurden 1944 deportiert und in den NS-Todeslagern ermordet..

Ein weiterer "Stolperstein" wurde vor der ehemaligen Synagoge in Sulzbürg verlegt. Das Gebäude, das mindestens 300 Jahre alt ist, wurde in der Reichspogromnacht 1938 von der SA verwüstet und wenige Jahre später zu einem Wohnhaus umgebaut, was es auch heute noch ist. 

Gunter Demnig verlegt einen "Stolperstein" vor der ehemaligen Synagoge von Sulzbürg. © De Geare


Die  "Initiative Stolpersteine für Neumarkt und Sulzbürg" um Heide Inhetveen und Helmt Enzenberger hatte zur Teilnahme an Demnigs bekannten Projekt angeregt und die Unterstützung der Stadt Neumarkt und der Gemeinde Mühlhausen gewonnen. Die nächsten Stolpersteine werden schon 2017 verlegt.

Hier geht es zu einem Video über die Verlegung des Stolpersteins in Neumarkt.

Bilderstrecke zum Thema

"Stolpersteine" in Neumarkt und Sulzbürg

Gedenken an ermordete Juden: Gunter Demnig hat sechs "Stolpersteine" am Oberen Markt in Neumarkt und vor der ehemaligen Synagoge in Sulzbürg verlegt.


 

nd

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