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Stolz auf funkelnde Motoren

Zweites Ford Capri Treffen in Postbauer: 400 Fans aus fünf Ländern kamen - 16.08.2010 08:56 Uhr

Am Fuße des Dillbergs, auf dem Gelände des SV Postbauer-Heng, waren am Wochenende gut 200 Ford Capri geparkt. 18 Jahre lang wurde an diesem sportlichen Ford-Modell gebaut.

Am Fuße des Dillbergs, auf dem Gelände des SV Postbauer-Heng, waren am Wochenende gut 200 Ford Capri geparkt. 18 Jahre lang wurde an diesem sportlichen Ford-Modell gebaut. © Fritz-Wolfgang Etzold


Mehr als 400 Caprifans mit rund 200 Fahrzeugen machten von Freitag bis Sonntag beim zweiten Ford Capri Treffen in Postbauer-Heng auf dem Sportgelände des SV Postbauer Station.

Die Capri-Freunde reisten aus ganz Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Belgien und Tschechien zu diesem internationalen Treffen an, das vom Capri RS Club Nürnberg veranstaltet und organisiert wurde.

Organisator Georg Klughardt, selbst Besitzer von immerhin einem ganzen Dutzend Capris, war überwältigt über die große Resonanz, denn den ganzen Samstag trafen immer mehr Capri-Liebhaber mit ihren Fahrzeugen ein. So auch Thorsten Scheuner, aus dem Regensburger Raum, mit seinem Renncapri, einem originalen Nachbau, bei dem alles, aber auch wirklich alles bis ins kleinste Detail passt. Nur bei der Nachfrage, wie hoch denn die Leistung des neuen Motors sei, schmunzelt er.

V-8-Motor unter der Haube

Mit dabei sind auch Gerd Brauneiser, der in den 70er Jahren als Rennfahrer und Motorenbauer viele Erfolge erreichte, und Thomas Liebl, ein V6- und Kugelfischereinspritzanlagen-Spezialist. Es gab Capris der ersten Generation im Originalzustand zu bestaunen, ebenso wie andere Ford Old- und Youngtimer.

Ob unter der Haube oder eben der Lack: Die Capri-Fans hatten ihre Autos blitzsauber herausgeputzt. Das war auch gut so, denn bei der Fahrzeugbewertung warteten zahlrei­che Pokale.

Ob unter der Haube oder eben der Lack: Die Capri-Fans hatten ihre Autos blitzsauber herausgeputzt. Das war auch gut so, denn bei der Fahrzeugbewertung warteten zahlrei­che Pokale. © Fritz-Wolfgang Etzold


Bei Roland Bosshards (Schweiz) giftgrünem Capri glänzte nicht nur die Karosserie, unter der Motorhaube steckte ein blitzsauberer V8-Motor, an dem nicht ein Stäubchen Schmutz zu finden war. Bosshard stolz: „Das ist ein 5,0-Liter Mustangmotor mit Aluminiumköpfen und geschmiedeter Kurbelwelle, Baujahr 1977 und läuft seit zehn Jahren mit diesem Motor. Eben ein echte V 8“. Zusätzlich gab es einen Teilemarkt mit Tausch und Handel von Capriteilen, Literatur und anderen Erinnerungsstücken. Am Stand vom Capri–Club Deutschland hatten Malcolm Beresford, Vorsitzender vom Dachverband Deutschland, und Wolfgang Steiner alle Hände voll zu tun. Nach einem Brand vor Jahren in den Fordwerken ist es schwer, an Ersatzteile zu kommen, aber die beiden haben da so ihre Kanäle.

Nach der Fahrzeugbewertung warteten auf die schönsten Capris wieder zahlreiche Pokale — allerdings schaffte es keiner der Capris aus Deutschland aufs Treppchen: Der schönste Capri vom Typ 1 kam aus der Schweiz, Typ 2 aus Tschechien, Typ 3 aus Luxemburg.

Bilderstrecke zum Thema

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Blitzsaubere Motoren unter legendärer Haube

Zum zweiten Ford Capri Treffen in Postbauer-Heng kamen rund 400 Fans aus mindestens fünf Ländern. Sie machten auf dem Gelände des SV Postbauer Station und nutzten die Tage von 13. bis 15. August zum ausgiebigen Blick auf die Karosserie und unter die Haube.




Immer wieder wurde an die legendären Erfolge des Ford Capri im Motorsport in den 70er Jahren erinnert, beispielsweise an 1971: Titelgewinn in der Europa-Tourenwagen-Meisterschaft mit Dieter Glemser auf Ford Capri RS (2,9 Liter/ 280 PS) und ebenfalls 1971 der Titelgewinn in der Deutschen Rundstrecken-Meisterschaft durch Jochen Mass, der bei acht Starts acht Siege herausfuhr.

Zwei Millionen liefen vom Band

Der Ford Capri wurde als „Fastback-Coupe“ in den Jahren 1968 bis 1986 in drei Modellgenerationen gebaut. Insgesamt entstanden in den 18 Jahren in Köln, Saarlouis, Genk/Belgien und in England knapp zwei Millionen Exemplare des sportlich-eleganten Ford-Modells.

Der Ford Capri wurde in Europa, USA, Südafrika und Australien verkauft.

Die Besucher waren rundum zufrieden mit der Veranstaltung, und manch einer blieb auch am Abend bei der „Capri-Familie“ in gemütlicher Runde sitzen: zum Erfahrungsaustausch, für Fachsimpeleien oder um in Erinnerungen zu schwelgen. 

reh

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