Montag, 10.12.2018

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Was Grabinschriften erzählen können

Vortrag im Stadtmuseum zum jüdischen Friedhof Sulzbürg - Außergewöhnlich engagiert - 30.11.2009

Der jüdische Friedhof in Sulzbürg: Er war das Thema des Referats von Andreas Angerstorfer im Neumarkter Stadtmuseum. © privat


was seine Grabsteine erzählen können»: Die Entzifferung der teilweise sehr verwitterten Inschriften wurde durch die derzeit laufenden Konservierungsmaßnahmen im Jüdischen Friedhof Sulzbürg möglich.

Andreas Angerstorfer ist gelungen, die Grabinschriften für rund 320 Sulzbürger Männer, Frauen und Kinder zu identifizieren. Knapp 100 Personen gehören zu den nicht nur aus der jüdischen Geschichte Sulzbürgs bekannten Familien Neuhaus (14), Feuchtwanger (15), Löw (16), Neustädter (20) und Regensburger (28). Aus den Texten erfahren wir von ihren Wurzeln in Franken und Schwaben.

Respekt vor Behinderten

Einige besonders kunstvoll komponierte hebräische Inschriften zeichnen ein Bild bekannter Sulzbürger Juden des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie rühmen deren großes Engagement in ihrer Gemeinde in religiösen Funktionen (Vorbeter, Rabbiner) und in sozialen Belangen (Stiftungen, Spenden, Armenkasse). Sie sprechen auch voller Respekt vom Leben mit Behinderungen.

Der Vortrag von Andreas Angerstorfer findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung «Hier ist verborgen. Impressionen vom Jüdischen Friedhof in Sulzbürg» im Stadtmuseum Neumarkt statt. Diese ist geöffnet von Mittwoch bis Freitag und Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr. 

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