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Emskirchen: Bahn beginnt Bau der neuen Aurachtalbrücke

Neubau statt Sanierung: "Weniger Kostenaufwand, weniger Lärmbelästigung" - 29.05.2014 13:39 Uhr

Ein Wahrzeichen von Emskirchen: Eine Betonkonstruktion wird die bestehende Brücke mit dem Stahlkorpus ersetzen. (Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2011) © Harald Munzinger


Gebaut wird vom Emskirchner Bahnhof aus in Richtung Gunzendorf. Im September 2014 sollen die ersten beiden Pfeiler und zum Jahresende die ersten drei Überbaufelder fertig gestellt sein.

Für die neue Brücke werden in den nächsten Monaten Bohrpfähle am Widerlager Emskirchen und für die ersten Pfeiler eingebracht. Die Vorarbeiten laufen bereits seit Januar 2014.

Die neue Brückenkonstruktion soll deutlich schlanker ausfallen. © Bahn


Da die neue Brücke in veränderter Lage errichtet wird, mussten unter anderem der Mühlbach und die Aurach bauzeitlich verrohrt und die benachbarte Straßenüberführung am Osingweg abgerissen und in neuer Lage errichtet werden. Die Straßenfreigabe für die Brücke am Osingweg soll im kommenden Juni erfolgen.

Schlanke Linienführung löst wuchtige Vorgängerin ab

Die heutige Emskirchener Stahlbrücke stammt aus dem Jahr 1936. Mit ihren 37,5 Metern Höhe war sie lange Zeit das höchste Brückenbauwerk in Bayern. Mit einer Länge von 120 Metern überspannt sie die Aurach auf der Bahnstrecke, die Fürth mit Würzburg verbindet.

Die geschichtsträchtige Brücke musste wegen ihres Alters und der schwierigen Untergrundverhältnisse immer wieder aufwendig saniert und stabilisiert werden. Ein Neubau in neuer Lage stelle laut Angaben der Deutschen Bahn die wirtschaftlichste und technisch sinnvollste Lösung dar.

Die neue Eisenbahnbrücke, die rund 90 Meter nördlich ihrer Vorgängerin errichtet wird, soll das Tal Ende 2015 in einer Höhe von 40 Metern auf einer Länge von 530 Metern überspannen. Im Gegensatz zu ihrer wuchtigen Vorgängerin sei die neue Aurachtalbrücke eine sehr schlanke Betonkonstruktion. Ihr Entwurf stammt aus einem Wettbewerb.

Für den Ort Emskirchen bedeutet dies - durch die weitere Entfernung und den Umstieg von Stahl auf Beton - eine geringere Lärmbelastung, und die Züge können das Aurachtal künftig mit bis zu 160 Stundenkilometern überqueren. In den Neubau werden insgesamt rund 35 Millionen Euro investiert. 

cmo

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