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Fest für Jung und Alt: Kirchweih in Uehlfeld

Zugang zur Kapelle des Heiligen Gallus gefunden:an dessen Todestag orientiert sich noch heute der Kirchweihtermin - 19.10.2012 09:07 Uhr

Bürgermeister Werner Stöcker schlägt den Heiligen Gallus als Namenspatron für diesen neuen Weg vor, der den Kirchhof mit dem Friedhof verbinden wird. © Harald Munzinger


Nun wurde im Zuge von Bauarbeiten für einen direkten Weg von der Jacobuskirche zum Friedhof ein Nachweis für die erste Uehlfelder Ortskapelle entdeckt, deren Geschichte Bürgermeister Werner Stöcker schon längere Zeit beschäftigt.

Beim Durchbruch der Kirchhofmauer scheint der Eingang zur Galluskappelle gefunden worden zu sein. Der Heilige Gallus, dessen Herkunft aus Irland oder aus dem Elsass unter den Historikern bis heute umstritten ist, gilt als Gründer das Stadt St. Gallen in der Schweiz, deren Schutzpatron er ist. Um 550 geboren, wirkte der Wandermönch und Missionar vornehmlich im Bodenseeraum. Gesichert ist zwar nicht das Jahr, in dem der Eremit Gallus in Arbon (Schweiz) starb, wohl aber der Todestag, 16. Oktober, nach dem in Uehlfeld Kirchweih gefeiert wird.

Ein Bezug, der nach Einschätzung von Bürgermeister Stöcker, „kaum einem Uehlfelder bekannt sein dürfte“. Die Uehlfelder Ortsburschen und -mädels werden am Samstag, 20. Oktober, ab 14 Uhr die Fichte aufstellen und tags darauf, ebenfalls ab 14 Uhr, den Umzug mit dem glossierten Ortsgeschehen gestalten. Die Gottesdienste am Vormittag zu besuchen, ist ein zentrales Anliegen des Bürgermeisters beim „Fest der Kirche“.

Am Montag, 22. Oktober, findet traditionell der Frühschoppen in den Brauereigaststätten statt und am Abend sorgen Gemeinde und Schausteller mit einem Feuerwerk am Festplatz für ein farbenprächtiges Spektakel. Der letzte Tag der Uehlfelder Kirchweih gehört am Dienstag den Kindern, die zu ermäßigten Preisen den Rummelplatz genießen können. Der Alltag wird dann wieder von einer Reihe von Projekten geprägt sein, die den Slogan bestätigen, dass in Uehlfeld „immer etwas los ist“. Sei es mit dem Innenausbau des außen „runderneuerten“ Torhauses mit der um 35 Zentimeter erhöhten Durchfahrt zu einer weiteren Kulturstätte, mit dem erwähnten („Gallus“-)Weg vom Kirch- zum Friedhof oder mit den Vorbereitungen eines neuen, mit Nahwärme versorgten Baugebietes im Ortskern, das nicht nur die Lücke einer Industriebrache schließt, sondern für das barrierefreie Wohnen neue Perspektiven eröffnet. Hier statuiert Uehlfeld nach Einschätzung von Bürgermeister Werner Stöcker ein Exempel auch für andere Kommunen.

Abgeschlossen sind der Neubau der Kinderkrippe und die umfangreiche Schulsanierung: Maßnahmen mit Zukunftsinvestitionen in eine sehr gute Infrastruktur und die Attraktivität der zentralen Gemeinde des Aischtales an der Schnittstelle der Landkreise Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Erlangen-Höchstadt,. Diese solle auch mit weiteren Projekten im Hauptort „zukunftsfähig gemacht werden“, so Bürgermeister Werner Stöcker in seinem Grußwort zur Kirchweih, in dem er den Blick auch schon auf das kommende Jahr richtet, wenn zur Dorferneuerung in sechs Ortsteilen die ersten Baumaßnahmen beginnen werden.

Doch jetzt heißt es in Uehlfeld erst einmal zünftig Kirchweih zu feiern, was mit dem traditionellen Schlachtschüsselessen sowie dem offiziellen Dämmerschoppen begann, zu dem die Gemeinde Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung ebenso eingeladen hat, wie von Vereinen, Kirche, Schule oder Kindergärten, deren Wirken damit eine verdiente Anerkennung finden sollte. 

Harald J. Munzinger

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