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Leben ohne Müll: Anne Tieseler gibt Nachhaltigkeitstipps

Deo aus Hausmitteln - Lokale Adressen und Rezepte zum selber machen - 13.07.2017 11:04 Uhr

Während viele Menschen Massen von Müll "produzieren", wie es immer wieder Bilder vor dem Wertstoffhof belegen, passte jener der Familie Tieseler 2016 in ein Einmachglas. © Harald Munzinger


2012 hatte Anne Tieseler genug und veränderte ihr Leben: "Ich wollte etwas tun um besser und umweltverträglicher zu leben – inmitten unserer heutigen Gesellschaft. Fünf Jahre nach dieser Entscheidung führen wir weiterhin ein ganz normales Leben" schildert es sie. "Jedoch produzieren wir (fast) keinen Müll, haben mehr Zeit und Geld, denken ganzheitlich und fühlen uns gesünder und zufriedener. Wir leben einen minimalistischen, bio-veganen, zero waste Lebensstil der zu unseren Bedürfnissen passt.

Wir lernen ständig dazu und freuen uns auf weitere Tipps, Fragen und Antworten. Wir wollen gemeinsam etwas bewegen, ohne auf Politik und Wirtschaft zu warten!" Da Anne Tieseler mit ihrem nachhaltigen Lebensstil vielerorts auf neugierige, offene Ohren stieß, fing sie 2014 an über ihren Alltag zu bloggen. Auf ihrem Online Blog "grüner Alltag" gibt sie Denkanstöße und praktische Alltagstipps, die jeder sofort umsetzen kann. Bei Facebook und Instagram kann man der Familie durch den Alltag folgen und findet noch mehr simple Nachhaltigkeitstipps zum selbst Ausprobieren.

"Emskirchen im Wandel"

Seit 2017 ist "zero waste Baby" Lars der Star der Familie. Mit Freude und ganz ohne erhobenen Zeigefinger möchte Anne zeigen, wie mehr Nachhaltigkeit den Alltag bereichert. Als "Zero Waste Trio" tourt die gebürtige Nürnbergerin mit viel Auslandserfahrung mit zwei weiteren Aktivisten, Anne und Thomas, durch Franken und inspiriert die Besucher bei Vorträgen, Workshops, Gesprächsrunden und Infoständen. Dabei werden gerne lokale Adressen und Rezepte zum selber machen ausgetauscht. Beim "Aurach Treff" in Emskirchen verrät Anne Tieseler "wie wir alle glücklich, einfach, nachhaltig und gesund leben und dabei Müll, Zeit und Geld sparen können. Zudem stellen wir Deo aus Hausmitteln her und zeigen wie man mit Kastanien wäscht".

Im nächsten inspirierenden Film mit Diskussion in Kooperation mit dem "KinoNEA", der Genossenschaft "Regional Versorgt" und "Emskirchen im Wandel" geht es am Sonntag, 16. Juli, ab 11 Uhr um "die Zukunft unseres Planeten". Von Kindern aus anderen Weltteilen erfahre man oft nur, wenn sie zu Opfern oder zu Helden gemacht wurden, so Jürgen Osterlänger von "Emskirchen im Wandel" in der Einladung zum Dokumentarfilm "Nicht ohne uns!", der das besser machen wolle. 15 Länder, 16 Kinder, 5 Kontinente, 1 Stimme – so unterschiedlich ihr Lebensumfeld, so unterschiedlich ihre Persönlichkeiten auch sind, so sehr ähneln sich ihre Ängste, Hoffnungen und Träume und die eindrückliche Mahnung, unsere (Um-)Welt zu erhalten.

Film über Zukunft des Planeten

Egal ob privilegiert aufwachsend in der westlichen Wohlstandsgesellschaft oder in den armen Regionen Afrikas oder Asiens und unmittelbar konfrontiert mit Kinderarbeit, Prostitution, Krieg und Gewalt, haben alle diese Kinder die universelle Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden, Glück, Freundschaft und Liebe. Sie eint die Ablehnung und die Angst vor Krieg und Gewalt. Und jedes einzelne dieser Kinder macht sich Sorgen um die Natur und die damit verbundene Zerstörung ihres direkten und indirekten Lebensraums. Neugierig und hungrig nach Bildung wollen sie die Welt verändern.

Ein Film über die Zukunft des Planeten, welche die Kinder einmal mit gestalten werden – ein Appell also, so Osterlänger "an uns alle: Nicht ohne uns!" Der besondere Dokumentarfilm wolle, dass man den Kindern zuhöre und ihre Position stärken, Ihre Empathie-Fähigkeit, ihr starkes Verantwortungsgefühl und ihr Glaube an das Gute – das ist ansteckend und gibt Hoffnung. Osterlänger zu einem interessanten Kinotag, an dem natürlich auch die Kinder nicht fehlen sollten:

"Wir wünschen uns, dass der Film viele Menschen miteinander ins Gespräch bringt, große und kleine. Außerdem glauben wir, dass Kinder die viel besseren Botschafter sind. Sie müssen keine Lobby bedienen". Wie gewohnt, besteht nach dem Film Gelegenheit zur Diskussion. 

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