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Spatenstich: Neues Seniorenzentrum für Diespeck

Pflegeheim ist eines der größten Investitionsprojekte der Gemeinde - 21.03.2017 20:07 Uhr

Beobachtet von Dekan Matthias Ewelt vollzogen Bürgermeister Dr. Christian von Dobschütz, Diakon Frank Larsen und Bauträger Bernhard Wolf (v. l.) im großen Gästekreis den symbolischen Spatenstich für das Seniorenzentrum in Diespeck © Harald Munzinger


 Beim Spatenstich waren sich alle Beteiligten einig, für das Seniorenzentrum ein ideales Konzept entwickelt zu haben, das in einer optimalen Partnerschaft von Kommune, Bauträger und Betreiber realisiert wird. Dass es sich dafür gelohnt hat "ein dickes Brett zu bohren", zeigte sich Diespecks Erster Bürgermeister Dr. Christian von Dobschütz am noch unwegsamen Gelände am westlichen Ortseingang überzeugt. 

 Dieses wird in den nächsten Wochen eingeebnet und nach Fertigstellung der Bodenplatte mit dem ersten Bauabschnitt der Pflegeeinrichtung mit einer Wohnnutzfläche von etwa 2000 Quadratmetern begonnen, die Ende des Jahres 48 Bewohnern ein neues Zuhause bieten wird. Für eine professionelle Rundumversorgung der Bewohner wird das Diakonische Werk Neustadt sorgen. 

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Spatenstich: Seniorenzentrum statt Louis Armstrongs Trompete

Einst wurden am westlichen Ortsrand Blasinstrumente gefertigt, die unter anderem mit Trompeten für Jazzlegende Louis Armstrong zu Diespecks Weltruhm führten. Nun sollen an dieser Stelle Senioren den komfortablen Lebensabend genießen.


 Im zweiten Bauabschnitt entstehen nach Mitteilung von Bernhard Wolf auf ebenfalls rund 2000 Quadratmetern eine Tagespflege, eine Sozialstation sowie 24 "altersgerechte Service-Wohnungen". Für deren Bewohner besteht nach Bedarf die Möglichkeit, pflegerische Zusatzleistungen in Anspruch zu nehmen. Konzipiert sind für die Senioren "lichtdurchflutete und barrierefreie Räume sowie kurze Wege".

 Bürgermeister Dr. von Dobschütz sprach von einem bedeutsamen Tag für Diespecks Gemeindeentwicklung, In der werde die letzte Masche im Netz der Familiengemeinde gestrickt, in der bisher vom Kleinkind an für eine hervorragende Infrastruktur für Familien gesorgt ist, nur noch Betreuungsmöglichkeiten für ältere Menschen fehlten. Dass nun auch diese Lücke geschlossen werde, erfülle ihn mit "Dankbarkeit, Erleichterung und auch ein wenig Stolz". 

"Diakonie der bestmögliche Betreiber"

 Dankbar zeigte sich der Bürgermeister für das vertrauensvolle Miteinander aller Projektpartner in der bisherigen Planungsphase und insbesondere dafür, Diakonie-Geschäftsführer Frank Larsen für die Idee des Seniorenzentrums gewonnen zu haben: "Einen besseren Betreiber könnte ich mir wahrlich nicht vorstellen". Von Dobschütz bekannte bei der Rückschau auf viele bewältigte Hürden "Erleichterung und eine Spur Stolz in meinem Seelenleben", steckten doch "unzählige Stunden und Nerven in diesem Projekt". Der Aufwand habe sich jedoch gelohnt. 

 Mit "einem der größten Investitionsprojekte in der Geschichte Diespecks" werde ein modernes Seniorenwohnheim Realität. "Hier von einem Meilenstein zu sprechen, ist sicher nicht übertrieben" führte der Bürgermeister unter Beifall aus. Er kündigte zugleich an, dass sich die Gemeinde zudem aufmache, "das Konzept noch um ein Begegnungshaus zu erweitern", womit man sich in den nächsten Monaten noch eingehend beschäftigen werde.

Baustein für moderne Pflege

 Das "Martin-Luther-Haus" werde nach den Ausführungen von Dekan Matthias Ewelt „nicht nur für die Gemeinde Diespeck ein wichtiger Baustein zur Versorgung pflegebedürftiger Mitmenschen sein, sondern auch für die Ergänzung der Angebote des Diakonischen Werks der Dekanatsbezirke Bad Windsheim, Markt Einersheim, Neustadt und Uffenheim“. Insbesondere durch die mit dem Gramann-Haus in Neustadt geplante enge Verbindung "werden wir moderne Pflege in einem neuen Gebäude an einem neuen Standort unter guten pflegerischen und wirtschaftlichen Bedingungen anbieten können".

 Beide seien ein Eckpfeiler der kirchlichen-diakonischen Haltung. Wirtschaftlich bedeute dauerhaft verlässlich zu sein für pflegende Arbeitnehmer, für Angehörige und nicht zuletzt natürlich für die Pflegebedürftigen. Der Glaube bleibe "unser Antrieb und unsere Haltung, an der wir uns einerseits messen lassen wollen, die andererseits ohne diesen kirchlichen Hintergrund sinnlos für uns wäre", führte der Dekan und Vorsitzende des Diakonischen Werkes aus, und dankte den starken Partnern dieses Projektes, insbesondere Diakon Frank Larsen, "bei dem alle Fäden zusammenlaufen". Der griff mit Bürgermeister Dr. Christian von Dobschütz und Bauträger Bernhard Wolf zum Spaten und dann zum Glas Sekt für das Prosit auf das "Martin-Luther-Haus", das auf geschichtsträchtigem Grund jenes Musikinstrumentenbauers entsteht, der unter anderem die Jazzlegende Louis Armstrong als begeisterten Kunden hatte.  

Harald J. Munzinger

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