Samstag, 16.02.2019

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78 Katzen und neun Ziegen suchen ein Zuhause

Kranke Tierschützerin ist selbst in Not geraten - 30.09.2014 21:36 Uhr

78 Katzen und neun Ziegen wollen vermittelt werden. (Symbolbild) © colourbox.de


"Bitte helfen Sie mit, den Katzen ein neues Zuhause zu schenken", heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Einige der Tiere, die von der Frau im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen aufgenommen wurden, konnten mittlerweile bereits vermittelt werden. Ein Hund, ein Papagei, einige Ziegen und mehrere Katzen haben schon Unterschlupf gefunden. Bei den restlichen Tieren drängt nun jedoch die Zeit. Monika Regele hat Krebs - in einigen Wochen muss sie ins Krankenhaus und wird sich dann nicht mehr um ihre Schützlinge kümmern können. Ihr größter Wunsch ist es nun, die Tiere versorgt zu wissen.

Das ist jedoch gar nicht so einfach. "Weil die Katzen nicht geimpft und viele zudem nur schwer vermittelbar sind, ist es schwer, ein neues Zuhause für sie zu finden", sagt Robert Derbeck vom Tierschutzverein. "Tierheime in der Region können die Katzen gar nicht alle aufnehmen", erklärt er, "ihre Quarantäne-Stationen sind einfach nicht groß genug."

Kein "animal hoarding"

Obwohl allein die Anzahl der Katzen nach einem Fall von "animal hoarding" klingt, betont Derbeck, dass es die Tiere bei Monika Regele immer gut hatten. Sie kümmerte sich liebevoll, kannte all ihre Tiere beim Namen und wusste von jedem eine Geschichte zu erzählen. "Sie hat die Tiere vorbildlich versorgt, alle sind gesund und es ist sauber", sagt Derbeck. Die Katzen hat sie in Gruppen von fünf bis zehn Tieren in den vielen Zimmern ihres Hauses gehalten.

Die hohe Anzahl der Haustiere sei dadurch zustande gekommen, dass Regele nie habe "Nein" sagen können, wenn man ihr ein Notfall-Tier übergeben wollte. Sie wieder zu vermitteln fiel der älteren Dame im ländlichen Raum jedoch nicht besonders leicht.

Entscheidung wegen Krankheit

Durch die Krankheit konnte Regele in der Vergangenheit auch ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen. Schon als sie noch gesund war, brachte sie ihr Engagement regelmäßig an finanzielle Grenzen. Als nun auch noch das Einkommen weggebrochen ist, kam sie in Geldnöte. Miete, Strom, Heizung und Wasser konnte sie nicht mehr bezahlen. Strom und Telefon wurden zwischenzeitlich abgeschaltet. Von ihrem Vermieter hat sie mittlerweile die Kündigung erhalten. Zwar wird er sie kaum zum ersten November vor die Tür setzen können, dennoch müssen die Tiere vermittelt werden. Schon allein, um die finanziellen Probleme grundsätzlich lösen zu können. "Zuwendungen in Form von Geldspenden würden versanden", sagt der Verein.

Wer eine Katze bei sich aufnehmen möchte, kann sich an den Tierschutzverein Noris wenden. Erreichbar ist der Verein unter 0911 6 32 32 07 oder per Mail an TSV-Noris@gmx.de 

jule (Nürnberger Zeitung)

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