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Abbiegespur verunsichert Radfahrer an der B2

Zusätzliches Angebot in der Äußeren Bayreuther Straße löst Debatten aus - 12.04.2015 08:22 Uhr

Für Diskussionen sorgt die rote Radabbiegespur, die zusätzlich zum Radstreifen an der Äußeren Bayreuther Straße eingerichtet wurde. © Maria Timtschenko


An  der Gesamtplanung und vor allem an der roten Abbiegespur scheiden sich die Geister: Für Anwohner Werner Lampert ist beides „unsinnig“, während CSU-Stadtrat Marcus König Geld verschwendet sieht. Dagegen verteidigt der städtische Fahrradbeauftragte Hugo Walser das Konzept, das „ganz bewusst“ so gewählt worden sei, um den Radfahrern ein zusätzliches und besseres Angebot zu geben.

Das heißt an der Kreuzung von B2 und Ziegelsteinstraße: Vorsichtige Radler können rechts auf dem Radstreifen bleiben und an einer der beiden Ampeln Richtung Ziegelstein abbiegen, sie dürfen aber auch vorher auf die rot eingefärbte Rad-Abbiegespur wechseln und somit schneller abzweigen.

Jens Ott, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), begrüßt das zusätzliche Angebot des „direkten Abbiegens“,  das  besonders für schnellere und ortskundige Alltagsradler gedacht sei. Ihm ist aber durchaus bewusst, dass es Leute gibt, die diese ungewohnte Alternative verunsichert, weil sie nicht wissen, ob diese Spur rechtlich benutzt werden muss. Dies ist nicht der Fall, der ADFC sieht bei solchen strukturellen Verbesserungen jedoch Aufklärungsbedarf.

Stadtrat König, Anwohner Lampert und Tobias Schmidt, Vorsitzender des Vorstadtvereins Nord, halten die rote Abbiegespur eher für einen Gefahrenherd als für eine Verbesserung. Das Spurwechseln könne in diesem Bereich auf der vielbefahrenen Bundesstraße leicht zum Drahtzeilakt werden. Beobachtungen vor Ort zeigen, dass die Mehrzahl die sichere Tour über die Ampel wählt.

Mit Blick auf die Sicherheitt für die Radfahrer sieht Werner Lampert weit größeren Bedarf eingangs der Ziegelsteinstraße, wo der Radstreifen  ohne Hinweistafel nach fünf Metern nach dem blauen Radwegzeichen aufhört. Aus seiner Sicht ein „Schildbürgerstreich“, der rasch korrigiert werden müsse. CSU-Stadtrat König teilt die Ansicht und räumt selbstkritisch ein, dass man im Verkehrsausschuss wohl zu ungenau die Unterlagen studiert habe. Laut Verkehrsplanungsamt soll noch im Frühjahr eine Vorlage dazu geben.
  

Jo Seuß

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