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Bahn gibt Pläne für Fürther S-Bahn-Schwenk nicht auf

Umstrittene Streckenführung ist noch im Rennen, sagt Bahn-Experte - 29.11.2017 05:37 Uhr

Die S-Bahn - hier unweit der Haltestelle "Vach" in Stadeln - fährt auch in Zukunft entlang der Bestandstrecke. © Hans-Joachim Winckler


Im Interview mit den Nürnberger Nachrichten betonte Klaus-Dieter Josel als Konzernbevollmächtigter der DB für den Freistaat Bayern, dass zunächst das schriftliche Urteil des Gerichts abgewartet werden müsse. Dann will die Bahn zusammen mit dem Freistaat Bayern und dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) "ausloten, welche Möglichkeiten es gibt". Der Planfeststellungsbeschluss des EBA sei zwar als rechtswidrig eingestuft, aber nicht aufgehoben worden. Es gäbe somit Raum für Nachbesserungen bei der Planung. "Mir erscheint der Verschwenk deshalb nach wie vor im Rennen zu sein", so Josel. Ob ein Ausbau der Gleise entlang der bestehenden Strecke möglich und vor allem förderfähig ist, müssten neue Berechnungen zeigen. 

Für Klaus-Dieter Josel, Bahn-Chef in Bayern, ist die Entscheidung noch nicht gefallen. © Loredana La Rocca


Sorgt Schnellstrecke nach Berlin für Probleme?

Die Stadt Fürth hatte sich jahrelang gegen den so genannten Verschwenk durch das Knoblauchsland gewehrt und nun in letzter Instanz einen Teilerfolg verbucht. Für Josel ist der Verlierer des Streits vor allem der Kunde.

Mit der Eröffnung der neuen Schnellstrecke Nürnberg - Berlin am 10. Dezember werde der Verkehr auf den Gleisen zunehmen und an Kapazitätsgrenzen stoßen. In einem "überschaubaren Zeitraum" will die Bahn deshalb durch den Einbau von Weichen wenigstens die bereits bestehende neue Infrastruktur im Fürther Bogen an die bestehenden Gleise anbinden und so für mehr Kapazitäten sorgen.

"Aber ein klarer S-Bahn-Takt alle 20 Minuten kann erst gefahren werden, wenn der Verschwenk oder etwas anderes fertiggestellt ist", so Josel. 

Arno Stoffels

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