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Bahnhof Märzfeld als Erinnerungsort

SPD fordert Konzept für Bauwerk: Juden von hier aus in KZ geschickt - 15.05.2018 18:36 Uhr

Der stillgelegte Bahnhof Nürnberg-Märzfeld im Stadtteil Langwasser liegt auf dem Gelände des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes und ist Bestandteil der NS-Vergangenheit Nürnbergs. So wurden von diesem Bahnhof aus in den Jahren 1941 und 1942 mindestens 2000 Juden in die Vernichtungslager deportiert. Der Bahnhof wird heute als Unterführung von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Er befindet sich aber seit Jahren in einem äußerst schlechten Zustand und ist deswegen teilweise gesperrt.

Bereits 2014 setzte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert bei der Deutschen Bahn für den Erhalt der Bausubstanz und die aufwertende Gestaltung des Bahnhofs im Rahmen der NS-Erinnerungskultur ein. Da die Entwicklung eines solchen Konzeptes nach wie vor aussteht, wandte sich Burkert nun erneut an den Verantwortlichen der DB.

"Die SPD-Stadtratsfraktion, die Stadtbild-Initiative und ich wünschen uns hier ein Sanierungskonzept, um das Bauwerk als Unterführung nutzbar zu erhalten", erläutert Burkert. Zudem schlage man eine Kooperation zwischen Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und der Deutschen Bahn AG vor, möglicherweise auch unter der Einbeziehung des DB-Museums.

Ziel aller Beteiligten müsse es sein, so der SPD-Politiker, der NS-Opfer am Bahnhof Märzfeld künftig angemessen gedenken zu können.  

nn

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