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David Garrett: "Man soll das Publikum nie unterschätzen"

Der Geigen-Virtuose ist im März zu Gast in Nürnberg - im Juni in Forchheim - 09.03.2015 06:01 Uhr

David Garrett verzaubert seine Fans: Zum bisher letzten Mal war der Stargeiger im Oktober des vergangenen Jahres in Nürnberg zu Gast.

David Garrett verzaubert seine Fans: Zum bisher letzten Mal war der Stargeiger im Oktober des vergangenen Jahres in Nürnberg zu Gast. © Günter Distler


So ein Jetset-Leben ist ziemlich anstrengend: Heute Turin, morgen Neapel, übermorgen Mailand. David Garrett gibt Gas. Und er gibt sich nicht so sehr als der Cross-over-Paganini, sondern widmet sich derzeit ganz dem klassischen Repertoire. Werden da alle Fans mitziehen? "Solche Fragen wurden natürlich auch im Vorfeld an mich herangetragen in dem Sinne, ob das Programm nicht zu anspruchsvoll sei", so David Garrett. "Aber wissen Sie, man soll das Publikum nie unterschätzen. Ich habe in den letzten Jahren viel Beethoven und Brahms gemacht und den Zuhörern stets musikalisch Hochwertiges präsentiert. Wenn man mit Leidenschaft musiziert, überträgt sich das. Großartige Musik funktioniert bei jedem. Davon bin ich zutiefst überzeugt“.

In Nürnberg wird der Frauenschwarm ganz dezidiert die Frage stellen „Lieben Sie Brahms?“ Und was antwortet die Violin-Schönheit darauf? „Ich bin natürlich in erster Linie ein großer Fan der Spätromantik, weil die Komponisten jener Epoche für mich emotional wunderbar funktionieren. Abgesehen davon ist bei Brahms natürlich die Zusammenarbeit mit seinem Freund Joseph Joachim geigerisch sehr schön. Ich würde nicht sagen, dass sie sehr einfach war, aber ungemein funktionell. Man kann sich als Geiger einfach in diese Musik fallen lassen. Das passt einfach für die linke wie für die rechte Hand.“

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Für sein Brahms-Recital in der Meistersingerhalle hat er sich mit einem attraktiven Franzosen verbündet: Julien Quentin begleitet den ehemals schnellsten Geiger der Welt. Seit wann kennen die beiden sich? "Ich weiß es nicht genau, aber ich würde schätzen, dass wir gute fünf Jahre zusammenarbeiten. Ich finde, dass gerade in der Kammermusik ein unmittelbares gemeinsames Verständnis von Anfang da sein muss. Oft habe ich die Erfahrung gemacht, wenn es beim ersten Mal nicht richtig harmonierte, wird es auch später nicht gehen.

Bei Julien fühlte ich gleich diese gemeinsame Schwingung als wir noch ganz unbeobachtet daheim spielten. Natürlich haben wir auch unsere Diskussionen, ob man etwas so oder so macht, aber die finde ich immer positiv und konstruktiv.“ Das Ergebnis der häuslichen Dispute lässt sich hören. Wie gesagt, am 26. März im Großen Saal der Meistersingerhalle. 

Jens Voskamp

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