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Demonstranten stürmten Fast-Food-Filiale in Nürnberg

Palästinenserveranstaltung lief aus dem Ruder - 21.07.2014 15:27 Uhr

Mehrere Demonstranten stürmten McDonald's und Burger King im Hauptbahnhof.

Mehrere Demonstranten stürmten McDonald's und Burger King im Hauptbahnhof. © Screenshot/Facebook.com


Polizei und Veranstalter waren bei der für Samstag angekündigten Demonstration zunächst von 600 Teilnehmern ausgegangen. Auf dem Weg vom Plärrer zum Hauptbahnhof wuchs der Protestzug jedoch auf 3000 an. Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung stürmten mehrere Hundert Demonstranten den Hauptbahnhof.

Ihr Ziel waren die beiden Hamburgerketten McDonald´s und Burger King. Die Konzerne würden von Juden geführt und müssten daher boykottiert werden, hieß es zunächst zur Begründung. Inzwischen wurde der Boykott mit einer Filialschließung in der West Bank begründet.

Im Internet kursiert bereits ein Video der Demonstranten, die im Burger King am Hauptbahnhof skandieren: "Kindermörder Israel". Das Video wurde bei Youtube unter dem Titel "Judenhass in Nürnberg" hochgeladen:

Nach Aussagen der Nürnberger Polizeipressestelle sei die Aktion friedlich verlaufen. Die für den Bahnhof zuständige Bundespolizei habe die Situation jederzeit im Griff gehabt. Vorwürfe, die im Internet kursierten (etwa die Aufforderung "Kauft nicht bei Juden!"), könnten von Polizeiseite nicht bestätigt werden. Daher werde auch nicht wegen Beleidigung oder Volksverhetzung ermittelt.

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