Dienstag, 26.03.2019

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Drei Frauen in Nürnberg niedergestochen: Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

Mordkommission ermittelt - Großfahndung nach dem Täter läuft - 14.12.2018 14:00 Uhr

Ein Unbekannter hat am Donnerstagabend nacheinander drei Frauen im Nürnberger Stadtteil St. Johannis niedergestochen. Der Täter ist weiter auf der Flucht. © News5/Desk


Der erste Angriff geschah gegen 19.20 Uhr im Kirchenweg im Stadtteil St. Johannis. Eine 56-jährige Frau war zu Fuß in Richtung Johannisstraße unterwegs, als sie plötzlich von einem Unbekannten, der ihr entgegen kam, in den Oberkörper gestochen wurde. Der Täter flüchtete in Richtung Friedrich-Ebert-Platz. Die schwer verletzte Frau musste nach notärztlicher Erstversorgung in einem Klinikum notoperiert werden. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Ohne Erfolg.

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Stich-Attacken mitten in Nürnberg: Drei Frauen lebensgefährlich verletzt

Drei Frauen sind am Donnerstagabend Opfer eines Stich-Angriffs geworden. Die offenbar zufälligen Opfer eines noch unbekannten Täters mussten nach den Attacken im Klinikum notoperiert werden. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach dem Täter.


Gegen 22.45 Uhr wurde eine zweite Frau diesmal in der Arndtstraße Opfer eines unbekannten Täters. Der Mann stach unvermittelt auf die 26-Jährige, die auf dem Heimweg war, ein. Kurz darauf griff in der Nähe der ersten beiden Tatorte wieder ein Mann eine Frau an und stach auf die 34-Jährige ein. Sie war in der Campestraße auf dem Heimweg. Anschließend flüchtete der Unbekannte in Richtung Burgschmietstraße/Johannisstraße.


Stich-Attacken in Nürnberg: Was wir wissen - und was nicht


Beide Frauen erlitten durch die Stiche lebensgefährliche Verletzungen. Bis Freitagvormittag schwebten sowohl die 26-, als auch die 34-Jährige in Lebensgefahr. Gegen 10.15 Uhr konnte die Polizei dann Entwarnung geben, die Opfer seien außer Lebensgefahr.

Hubschrauber im Einsatz

Die Polizei löste eine Großfahndung aus, ein Hubschrauber sowie Diensthunde-Führer waren im Einsatz. Mehrere Personen wurden kontrolliert. Die Ermittlungen laufen. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich in allen drei Fällen um ein und denselben Täter handelt. Auch am Freitagmorgen wird weiter mit einem Großaufgebot nach dem Täter gefahndet.


Nach Stich-Attacken: In St. Johannis geht die Angst um


"Im gesamten Stadtteil St. Johannis zeigen wir erhöhte Polizeipräsenz, auch um das Sicherheitsgefühl wiederherzustellen", sagte Bert Rauenbusch, Pressesprecher der Polizei Mittelfranken am Freitagmorgen. Anwohner sollen wachsam sein. Seit Mitternacht ermittelt auch die Mordkommission. Eine Anwohnerbefragung im Stadtteil wurde bereits durchgeführt, nun hofft die Polizei möglichst bald auch die Opfer erneut befragen zu können.

Der Unbekannte soll zwischen 25 und 30 Jahre alt sowie zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß sein und eine normale Statur sowie hellen Teint haben. Über die Bekleidung gibt es ungleiche Angaben: orange Jogginghose, schwarze Jacke, blaues Jackett. Seine Haarfarbe wird als blond bis dunkelblond beschrieben, außerdem hat der Verdächtige einen Drei-Tage-Bart. Zur Tatwaffe gibt es derzeit keine Erkenntnisse. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer (0911) 2112-3333 entgegen. 

Dieser Artikel wurde am Freitag gegen 10.25 Uhr aktualisiert.

 


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Die Karte zeigt, wo sich die Attacken in der Nacht auf Freitag ereigneten. Falls Ihnen die Karte nicht angezeigt wird, klicken Sie bitte hier. 

 

bro/jm

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