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Erste Passagiere fliegen direkt von Nürnberg nach Tel Aviv

Fluggesellschaft Germania steuert Israel mit Nonstop-Verbindungen an - 02.11.2017 19:36 Uhr

Von Nürnberg ganz bequem nach Tel Aviv: Das geht seit Donnerstag vom Nürnberger Flughafen. © Philipp Laage/dpa


Wer nach Israel fliegen will, muss sich auf schärfere Kontrollen einstellen. Jetzt auch in Nürnberg. Die Mitarbeiter der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen Nürnberg (SGN) tasten jeden Passagier mit Händen ab: Körper, Arme und Beine. Selbst die Schuhe werden genau untersucht. Die Abfertigung für Israel-Flüge läuft getrennt von den anderen Reise-Zielen. "Wir reaktivierten für diese Linie den früheren Abfertigungsbereich der Air-Berlin-Flüge", so Flughafensprecher Christian Albrecht.

Diesen Aufwand für Reisen nach Israel kennt Markus Vestner auch von anderen Airports. Der 59-Jährige aus Nürnberg ist froh, dass es endlich eine direkte Verbindung gibt. Es gehe jetzt schneller, wenn er seine 84-jährige Mutter besuchen will. Der Flug dauert lediglich knapp vier Stunden. Bis er im Kibbuz Neot Mordechai ist, wo seine Mutter lebt, vergehen inklusive Flugzeit acht Stunden. "Bisher war ich zwölf bis 16 Stunden unterwegs." Auch David Brechmann schätzt die kürzere Zeit, in der man in Israel ist. "Mal musste man über Zürich oder über Istanbul fliegen." Der 71-Jährige, ein Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, will in Israel auch Angehörige besuchen, seine Tochter und seine Enkel.

Markus Söder, Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender des Albrecht-Dürer-Flughafens in Nürnberg, spricht von einem "Brückenschlag" nach Tel Aviv. © Alexander Brock


Die Fluggäste steigen in eine Boeing 737. Die Maschine hat 144 Plätze, 105 Passagiere steigen an Bord. Mit dabei ist auch Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas. Er setzt auf verstärkte Kontakte zu Unternehmen, die in Israel angesiedelt sind. Vor allem im Bereich IT berge die Verbindung Chancen für Nürnberg.

Markus Söder, Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender des Albrecht-Dürer-Flughafens in Nürnberg, spricht von einem "Brückenschlag" nach Tel Aviv. Abgesehen von zwei Wirtschaftsräumen, die hier zusammenkommen können, betont Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg "das emotionale Ereignis", das diese Flugverbindung bei ihm auslöse. Hamburger: "Im religiösen Zentrum der Welt Jerusalem, in der hippen Metropole Tel Aviv, im Badeort Eilat, im Negev oder am Toten Meer, in antiken Stätten oder modernen Städten - Israel hat für alle Reisenden enorm viel zu bieten."

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Alexander Brock

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