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Frankenballoncup 2015: Ein heißes Rennen in der Luft

27 Piloten traten an — Start war am Nürnberger Flughafen - 28.02.2015 18:50 Uhr

Ein spannendes Ballonrennen über den Wolken konnten Zuschauer am Samstag über Nürnberg verfolgten.

Ein spannendes Ballonrennen über den Wolken konnten Zuschauer am Samstag über Nürnberg verfolgten. © Sabine Rösler


Der Frankenballoncup sollte in diesem Jahr erstmals als zweitägiges Event stattfinden. Daraus wurde wegen einer für Sonntag erwarteten Schlechtwetterfront allerdings nichts. Dennoch waren die Kameraden des Frankenballon-Vereins mit dem Verlauf ihres Wettkampfes mehr als zufrieden. Die Veranstaltung war zwar erneut nur eintägig, bei günstigen Bedingungen fuhren am Samstagnachmittag aber 27 bunte Heißluftballone aus dem Flughafen aus.

Nach dem Briefing aller Teilnehmer im Vereinsheim in Heroldsbach erreichten die Piloten am frühen Nachmittag den Flughafen Nürnberg und begannen mit dem Anblasen. Unter den bunten Luftfahrtgeräten, deren Ballonseide in der hin und wieder zwischen den Wolken hervorblitzenden Sonne leuchtete, waren auch alle fünf Vereinsballone.

Blick in den Himmel

Vereins-Präsident Manfred Eckstein (56) aus Lauf und sein Kamerad Joachim Gampe (62) aus Nürnberg bereiteten ihren gelben Ballon mit dem Logo der Brauerei Warsteiner für den Start vor. Der Blick in den Himmel stimmte sie optimistisch. 5 Grad, von Niederschlag keine Spur, mäßiger Wind. Keine schlechten Bedingungen. „Von idealem Ballonfahrerwetter kann man sprechen, wenn am Boden nur geringer Wind herrscht, so dass man gut starten und landen kann, aber man in der Höhe trotzdem gut Strecke macht“, verriet Eckstein.

Damit die Teilnahme auch für Piloten mit einer etwas weiteren Anreise attraktiv ist, hatten die Verantwortlichen in diesem Jahr die Ausweitung des Cups auf zwei Tage beschlossen. Dass daraus nichts wurde, betrübte aber letztendlich niemanden. Die Stimmung war entspannt. „Der Frankenballoncup ist immer auch eine Art Familientreffen mit bekannten Piloten aus ganz Deutschland, die man sonst nicht so häufig sieht“, so Eckstein.

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Buntes Farbenspiel über Nürnberg: Ballone stiegen in die Höhe

Zahlreiche bunte Ballone gab es am Samstag über Nürnberg zu bestaunen. Beim traditionellen Frankenballoncup mussten die Ballons den "Fuchsballon" verfolgen, der kurz vor den anderen an den Start gegangen war. Ziel war es möglichst nah an den Landungsort des "Fuchsballons" heranzukommen.


Von den rund 120 Menschen, die bei dem Aufbau dabei waren, durfte nur etwa die Hälfte mit in den Ballon steigen. Ein bis zwei Helfer benötigt man pro Ballon. Helferin Sandra Reil war nicht traurig, dass sie heute am Boden bleiben musste. „Es gibt ja immer mal wieder die Möglichkeit, im Verein bei jemandem mitzufahren“, meinte die 44-jährige Cadolzburgerin. Kurz vor der Ausfahrt stieg dann das Wettkampffieber bei den Piloten: „Ich bin im letzten Jahr Fünfter geworden, das war ein sehr gutes Ergebnis für mich“, erinnerte sich Eckstein: „Wenn ich das in diesem Jahr wiederholen könnte, wäre das toll.“

Für den 56-Jährigen, der seit 20 Jahren Ballon fährt, steht aber weniger der sportliche Ehrgeiz, sondern der Spaß an der Sache im Vordergrund. Aussichtsreiche Kandidaten auf den Sieg gibt es jedoch jedes Mal nicht zuletzt in den Reihen des Vereins. So zählten beispielsweise der Gasballonweltmeister von 1994 und 1996, Thomas Fink aus Nürnberg, oder Martin Wegner aus dem unterfränkischen Thüngersheim, der auch im Team der deutschen Nationalmannschaft fährt, 2015 erneut zu den Favoriten. Erworben werden können auch Punkte für die deutsche Rangliste — einer der Gründe, warum der Cup überregional so attraktiv ist.

Fuchs fliegt voraus

Gegen 16.15 Uhr war dann alles bereit für die Ausfahrt aus dem Flughafen. Als Erster startete der sogenannte Fuchs, der den Ballon mit dem Logo des Airports Nürnberg und der Fluggesellschaft Air Berlin fährt. Der Pilot hat die Aufgabe, einen Platz am Boden mit einem Zielkreuz zu markieren. Die Verfolger versuchen anschließend, das Kreuz mit einem Marker — üblicherweise  einem Sandsack — zu treffen. Außerdem gehört zu den Aufgaben, einen selbst gewählten Punkt, beispielsweise einen Kirchturm, möglichst exakt zu überfahren.

Was auf sie zukommt, haben die Piloten erst am Wettkampftag erfahren, es sei aber zu meistern, meinte Eckstein. „Das Knifflige daran ist, dass man den richtigen Wind erwischen muss“, sagt er. Wer insgesamt die meisten Punkte einfährt, holt den Cup. Die Siegerehrung fand am Sonntagvormittag statt. 

Yvonne Neckermann

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