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Kritik an Söder: Franken geht bei Heimat-Preis leer aus

Geehrt wurden diesmal ausschließlich Vereine aus Oberbayern - 14.09.2015 19:22 Uhr

Zum ersten Mal vergab Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder den Preis "Heimat Bayern". © dpa


Söder überreichte die Auszeichnung an die Filser Buam, den Bund der Gebirgsschützen-Kompanien und den Baierisch-Alpenländischen Volksmusikverein. Das Konzept für den Preis sei im Ministerium entwickelt worden, sagte Sprecherin Tina Dangl. Dabei haben sich ein "Schwerpunkt Süden" herauskristallisiert. Die anderen Regionen müssten sich aber nicht benachteiligt fühlen. In Zukunft könne durchaus Franken, die Oberpfalz oder Schwaben zum Zug kommen.

Die Schwabacher SPD-Politikerin Helga Schmitt-Bussinger, Sprecherin der fränkischen Landtagsabgeordneten ihrer Partei, kritisierte die "einseitige Fixierung" der Preisverleihung auf das oberbayerische Brauchtum. "Diese Veranstaltung zeigt, was für Söder Heimat heißt", sagte sie. Wer solche Scheuklappen trage, könne auch keine Politik machen, die gleiche Lebensverhältnisse für alle Regionen Bayerns zum Ziel hat.

"Auch bei uns gibt es wunderbares Brauchtum und Menschen, die sich darum verdient gemacht haben", betonte Schmidt-Bussinger in einer Stellungnahme. Als Beispiel nannte sie die Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik, den Fastnacht-Verband- Franken oder auch den Oberpfälzer Kulturbund. 

Michael Kasperowitsch

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