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Lucke macht Druck: Nürnberger AfD-Chef vor dem Aus

Martin Sichert droht nach Weltkriegs-Äußerung der Parteiausschluss - 22.10.2014 05:58 Uhr

Nürnbergs AfD-Chef Martin Sichert steht wegen rechtsextremen Äußerungen bei seinen Parteifreunden in der Kritik. © Armin Weigel/dpa


Sichert soll gesagt haben, beim Zweiten Weltkrieg hätten "die zwei größten Massenmörder gesiegt". In Ingolstadt rief Lucke dem Nürnberger AfD-Chef zu: "Sie haben meines Wissens nicht Adolf Hitler gemeint."

Via Facebook bestätigte Lucke, dass er sich für einen Parteiausschluss Sicherts einsetze. Lucke: "Solche Meinungen und Gesinnungen sind völlig untragbar. Sie werden in der AfD nicht geduldet."

Da Sichert in der Vergangenheit schon häufiger mit rechtsextremen Gedankengut aufgefallen ist, wird angenommen, dass dies nicht der alleinige Grund für den Parteiausschluss ist. In der AfD gilt Sichert als "Querulant". Schon nach seiner, später annullierten Wahl zum Landesvorsitzenden vor einem Jahr hatte der 34-Jährige schwere Vorwürfe gegen die Parteispitze erhoben. Danach wurde bereits ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet. In Ingolstadt hatte Sichert noch versucht, einzulenken. Lucke hatte das Friedensangebot aber abgelehnt und darauf verwiesen, die Gräben seien zu tief.

Äußerungen Sicherts waren auch der Grund für eine Plakataktion des Nürnberger DGB im Kommunalwahlkampf. Am Gewerkschaftshaus stand damals - verziert mit den Logos der "Bürgerinitiative für Ausländerstopp" und der AfD: "Keine Nazis in den Nürnberger Stadtrat!" Der DGB bezog sich damals auf die gleichen Zitate, die Lucke für den Parteiausschluss heranzog.

Lesen Sie dazu auch im Vip-Raum: Nürnberger AfD-Chef fällt in Ungnade 

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