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Marodes Reichsparteitagsgelände: Maly fordert Geld

Unterstützung bei den Kosten nötig - 75 Millionen Euro können Stadt und Land nicht allein tragen - 25.06.2013 09:35 Uhr

In den 50er Jahren sausten die Motorräder am Norisring um die Wette. Jahre zuvor spielten sich hier aber ganz andere Szenen ab. © Friedl Ulrich


Nirgendwo in Deutschland ist der Größenwahn der Nationalsozialisten besser zu erkennen und nachzuvollziehen als in der fränkischen Metropole. Das Reichsparteitagsgelände im Südosten Nürnbergs wurde zwischen 1933 und 1938 von der NSDAP für ihre Reichsparteitage genutzt. Dazu gehört unter anderem die Kongresshalle, das Stadionbad und auch das Zeppelinfeld mit seiner beeindruckenden Haupttribühne. Diese Bauten sind ein wichtiges Kennzeichen für die schlimmsten Stunden in der Weltgeschichte.

Noch heute ist das Gelände für die Stadt von großer Bedeutung. Zum einen, um den Irrsin der Nationalsozialisten zu verdeutlichen und zum anderen, finden hier viele verschiedene Veranstaltungen, wie das Noris-Ring-Rennen der DTM oder auch "Rock im Park" statt.

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Historischer Rückblick auf das Reichsparteitagsgelände

Das Reichsparteitagsgelände diente im Dritten Reich als überdimensionaler Versammlungsort. Doch auch nach dem Ende von Hitlers Schreckensherrschaft lag das Gelände nicht brach, sondern diente friedlichen Veranstaltungen als Austragungsort - von Norisring-Rennen bis Rockkonzerten.


Doch das Reichsparteitagsgelände ist marode. Vor allem die Zeppelintribüne ist akut vom Verfall bedroht. Oberbürgermeister Ulrich Maly schätzt die Sanierungskosten auf circa 75 Millionen Euro. Doch allein können Stadt und Land die Kosten nicht tragen. Nun forderte Maly Geld vom Bund, um dieses wichtige Geschichts-Erbe erhalten zu können.

Die Tribüne nur mit einem Zaun abzusperren sei nicht sinnvoll, sagte Hans-Christian Täubrich, Leiter des Dokumentationszentrums. "Die Leute müssen reingehen und sehen können, was die Zeppelintribüne war".

 

 

  

chs

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