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Nürnberg ist jetzt offiziell fahrradfreundlich

Innenminister Herrmann bestätigt die umstrittene Auszeichnung - 26.07.2013 14:16 Uhr

Nürnberg ist laut einer Jury eine fahrradfreundliche Stadt. Doch immer wieder gibt es für Radler knifflige Stellen zu überqueren, an denen Autos vorbeirauschen und der Radweg - wie hier in der Tafelhofstraße - endet.

Nürnberg ist laut einer Jury eine fahrradfreundliche Stadt. Doch immer wieder gibt es für Radler knifflige Stellen zu überqueren, an denen Autos vorbeirauschen und der Radweg - wie hier in der Tafelhofstraße - endet. © Stefan Hippel


Mit mobilen Bürgerversammlungen auf dem Fahrrad, einer umfassenden Radverkehrsstrategie und dem Fahrradverleihsystem "NorisBike" habe Nürnberg bewiesen, dass in der Stadt  Fahrradfreundlichkeit groß geschrieben werde.

Eine Kommission der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" war am 8. April auf einer Testtour durch Nürnberg geradelt. "Vergeben wird die Auszeichnung von der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern". Radler leben in Nürnberg gefährlich, etwa am Bahnhofsvorplatz", lautete damals das Fazit.

Dennoch verlieh die Kommission bei einem Festakt den Titel "fahrradfreundliche Stadt", weil sie die Bemühungen Nürnbergs in vielen Bereichen anerkannte, etwa die Ausweisung zahlreicher Tempo-30-Zonen, den Ausbau des Radwegnetzes oder die Schaffung mehrerer hundert Fahrradstellplätze in der Südstadt.

Wolfgang Baumann, Bau- und Planungsreferent der Stadt Nürnberg, sieht sich durch den Preis in seinen bisherigen Bemühungen bestätigt, will sich jedoch nicht auf dem Ruhm ausruhen. Sein Ziel ist es nun "die bereits vorhandenen, Konzepte für eine Radverkehrsplanung in den nächsten Jahren konsequent weiterzuverfolgen".

Auch der Radverkehrsbeauftragte Hugo Walser möchte den eingeschlagenen Weg fortsetzen, obwohl zahlreiche Radler dies nicht nachvolllziehen konnten. Die örtliche Radfahrerlobby ADFC verwies auf den jüngsten Fahrradklimatest ihres Verbands. Da hatten 1152 Radler der Stadt nur eine Durchschnittsnote von 3,89 erteilt, Nürnberg landete damit im Mittelfeld.

Die Kommission der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" wurde 2011 beim Nationalen Radverkehrskongress in Nürnberg ins Leben gerufen, unter den Gründungsmitgliedern war die Stadt Nürnberg. Mittlerweile zählt der Verein 38 Gemeinden, Städte und Landkreise. Ziel ist es, den Radverkehr in Bayern gemeinsam zu fördern und den Radverkehrsanteil zu erhöhen.

 

 

  

hoe/ast

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