Mittwoch, 19.12.2018

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Nürnberg: Neue Bahn-Werkstatt in Gostenhof eröffnet

Sechzehn Monate Bauzeit - Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit um Lärmschutz - 30.11.2011 17:52 Uhr

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Bahn-Werkstatt in Gostenhof eingeweiht

Nach sechzehn Monaten Bauzeit und jahrelangem Streit um den Lärmschutz hat die Deutsche Bahn Regio im Nürnberger Stadtteil Gostenhof ihre neue Werkstatt für Regionalzüge in Betrieb genommen.


13.000 m² misst die Fläche der neuen Werkstatthalle, die acht Gleise und ein Betriebsgebäude umfasst. Dort sollen überwiegend Regional- und S-Bahn-Züge repariert und Instand gehalten werden. Die Bahn hebt vor allem die Umweltfreundlichkeit des neuen Komplexes hervor und betont, dass mit der Errichtung Arbeitsplätze geschaffen würden:  „Mit dieser neuen Werkstatt sichert DB Regio Franken 200 Arbeitsplätze direkt und indirekt weitere 750 Arbeitsplätze in Nürnberg“, sagte Norbert Klimt, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern.

Umweltfreundlicher sei die Werkstatt deswegen, so die Bahn, weil durch sie die zwei bisherigen Standorte Gostenhof und Dürrenhof zusammengelegt werden. So könnten Lärm und Abgase reduziert werden. Die Stilllegung des alten Heizwerks und die Nutzung von Fernwärme führe etwa zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes um rund 2900 Tonnen im Jahr, so die Bahn.

In einer Pressemitteilung betont die Bahn, dass aufgrund strenger Auflagen im Planfeststellungsverfahren Lärm "aktiv vermieden" werde. Zweieinhalb Jahre lang wurde über den Lärmschutz für die Anwohner in der Austraße gestritten. Das städtische Umweltamt kritisierte widersprüchliche Angaben der Bahn bezüglich einer möglichen Grenzwertüberschreitung beim Lärm. Kurzzeitig stand der Bau einer zusätzlichen Schutzwand im Raum. Die Forderungen verliefen jedoch im Sand. Im Oktober 2009 genehmigte das Eisenbahn-Bundesamt das Projekt. Die Stadt verzichtete auf eine Klage.

Noch sind die Baumaßnahmen an der Werkstatt nicht abgeschlossen: Im nächsten Jahr sollen unter anderem noch eine Waschhalle zur Unterflurreinigung der Züge und zur Graffitientfernung, eine Außen- und Innenwaschanlage, sowie eine Halle zur Reprofilierung der Räder entstehen. Rund ein Drittel der Investitionssumme sind Fördermittel des Freistaates Bayern und wurden über die Regierung von Mittelfranken bewilligt.Die Zeit hatte für die Bahn beim Bau auch deshalb gedrängt, weil in den alten Werkshallen die neuen S-Bahn-Züge vom Typ "Talent 2" nur unzureichend gewartet werden können.

  

apf/gu

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