Samstag, 17.11.2018

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Plärrer-Hochhaus: Neuer Beton für den alten Koloss

Kein Stein bleibt auf dem anderen: Sanierung kommt voran - 14.02.2017 05:49 Uhr

Sie kommen mit Atemschutz und zerlegen alles, was angeknackst ist: Die Betonarbeiten im Plärrer-Hochhaus laufen. © Michael Matejka


Sorgsam wurden die architektonischen Schmuckstücke aus den 1950er Jahren unter Spanplatten geschützt. Denn im Plärrer-Hochhaus der N-Ergie bleibt derzeit kaum ein Stein auf dem anderen.

50 Millionen Euro verbaut die N-Ergie bis 2019, um den 15-Etagen-Riesen zu sanieren. Lärm und Staub erfüllt den denkmalgeschützten Riesen. Seine maroden Betonoberflächen aus dem Baujahr 1953 werden mit viel Druck von den Wänden gestrahlt. 850 Tonnen Material haben die Arbeiter hier schon herausgeschafft und über den Hinterhof abtransportiert. Noch ist kein Ende in Sicht.

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Was ist kaputt? Projektleiterin Elisabeth Mathes spricht von chemischen Reaktionen im Stahlbeton, vom fatalen Zusammenwirken von Kohlendioxyd und Feuchtigkeit, von sinkenden pH-Werten und von Korrosion. Die Wunden im Inneren des denkmalgeschützten Bauwerks am Plärrer sind mit rosa Farbe markiert. Risse, aufgeplatzte Flächen, an denen die Armiereisen zu sehen sind.

Schon im Sommer sind die 550 Mitarbeiter(innen) ausgezogen, haben sich mit Sack und Pack auf benachbarte Gebäude verteilt. Sie wurden von Männern mit schweren Atemschutzmasken und weißen Overalls abgelöst, die bis  spätabends alles herausreißen, was nicht mehr gebraucht wird.

F90 - das ist der wichtigste Fachbegriff auf dieser Baustelle. 90 Minuten lang müssen Wände und Decken künftig dem Feuer standhalten können, bevor sich die Flammen durchfressen. Das verlangen die Vorschriften. Damit nicht genug, 1060 neue Metallfenster werden im Hochhaus und seinen Anbauten montiert; sie sind unter energetischen Gesichtspunkten dreimal so gut wie ihre Vorgänger.

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Claudine Stauber

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