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Post-Kopfbau: Stadtbild-Initiative setzt auf Online-Petition

Erhalt des Baus soll Bestandteil des Architektenwettbewerbs werden - 11.03.2015 06:00 Uhr

Karl-Heinz Enderle lehnt den geplanten Abriss des Kopfbaus der Post am Hauptbahnhof ab. © Haupt-Immobilien


„Aber wir geben nicht so schnell auf“, sagt Elmar Hönekopp von der Stadtbild Initiative trotzig. Das Hochhaus gehöre zum Bahnhofsplatz wie der Hauptbahnhof selbst. Im Architektenwettbewerb, der demnächst ausgeschrieben wird, müsse der Erhalt des Objekts eine ernsthafte Option sein.

Nun will die Gruppe, zu der unter anderem die Altstadtfreunde, Stadtheimatpflegerin Claudia Maué und Geschichte Für Alle gehören, im Internet Stimmen sammeln. „Für den Erhalt eines Nürnberger Wahrzeichens!“ steht über dem Online-Formular, das laut Hönekopp nur der Auftakt ist. Notfalls werde man für den 80 Jahre alten Turmbau auch auf die Straße gehen, heißt es.

Er habe große Bedenken, zweifelt Altstadtfreunde-Chef Karl-Heinz Enderle, dass dort etwas Besseres nachkommen werde. Ein Neubau, so hoch wie das Plärrer-Hochhaus, sei völlig überzogen. „Das kann nicht sein“, sagt Enderle. Die Höhe des gegenüberliegenden Victoria-Hochhauses sei „das absolute Limit“. Zwar sehen die Altstadtfreunde ihren Schwerpunkt nach wie vor in der Altstadt. Deshalb erinnert Enderle an die spektakuläre Rettung der mittelalterlichen Häuser am Unschlittplatz 1978, deren Abriss vom Stadtrat ebenfalls einstimmig beschlossen worden war.

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Auch hier sei das Steuer nach Protesten herumgerissen worden. Es sei schade, dass der Investor, dem der Kopfbau am Hauptbahnhof gehört, nur an mehr Nutzfläche und gar nicht ans Bewahren denke. Bei einem Rundgang durch das siebengeschossige Haus, an dem auch die Stadtbild Initiative teilgenommen hat, habe sich eindeutig herausgestellt, dass die Bausubstanz gut sei, so Elmar Hönekopp.

Über eine Aufstockung des bereits seit 20 Jahren leerstehenden Post-Baus könne man durchaus diskutieren. Auch die Fassade könne überarbeitet werden. Die Stadtratsfraktionen müssten sich unbedingt noch einmal Gedanken machen, ob sie das endgültige Aus für den vertrauten Bau wirklich wollten. Zitat: „Hier geht es nicht um Ästhetik. Hier geht es um Architekturgeschichte.“

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Claudine Stauber

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