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Schanzenbräu baut sich eigene Brauerei in Nürnbergs Westen

Inhaber sagt: "Wir sind am Limit" - Ende November soll schon eröffnet werden - 17.04.2015 06:00 Uhr

Bei Schanzenbräu aus Gostenhof läuft's. Jetzt will sich das Unternehmen eine eigene Brauerei in Nürnbergs Westen bauen. © Stefan Hippel


Der Grund für einen Neubau liegt auf der Hand: "Wir sind am Limit", sagt Schanzenbräu-Chef Stefan Stretz und Diplom-Ingenieur für Brauereitechnologie. Die Leute rennen ihm die Bude ein. Er komme mit dem brauen kaum mehr nach. Natürlich war da immer wieder der Gedanke, etwas Eigenes und vor allem Größeres aufzuziehen. Nicht mehr ausweichen zu müssen auf eine Brauerei in der Nähe von Bamberg, wo derzeit zusätzlich zur Adam-Klein-Straße in Nürnberg produziert wird, um der Nachfrage Herr zu werden.

Vom Bierbrauer zum Unternehmer: Ende April will Stefan Stretz schon den ersten Spatenstich setzen. © Stefanie Taube


Schanzenbräu ist überall präsent: Beim Fränkischen Bierfest im Burggraben genauso, wie beim Bardentreffen und erstmals beim Annafest in Forchheim. Vor drei Jahren fragte Stefan Stretz dann bei der Stadt Nürnberg wegen eines geeigneten Bauplatzes an: "Eines war klar, wir wollen hier in Nürnberg bleiben. Am besten in Gostenhof." Kurz stand die AEG zur Debatte, doch das zerschlug sich.

Über einen Bekannten erfuhr Stefan Stretz von dem Grundstück an der Proeslerstraße. Im Schatten der "Pyramide" und ein paar Hundert Meter Luftlinie von Gaismannshof entfernt, wo der Brauer aufgewachsen ist. Insgesamt 3600 Quadratmeter Acker hat er gekauft. Spatenstich ist Ende April, Ende November schon soll die Brauerei eröffnen.

Über die genauen Kosten des Millionen-Projekts will er nichts sagen. Ein befreundeter Architekt aus Forchheim soll den Zweckbau als Stahlkonstruktion auf einer Fläche von 800 Quadratmetern bauen.

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Auch einen Veranstaltungsraum wird es geben, aus dem man direkt ins Sudhaus schauen  und den man  für Feste mieten kann. Schanzenbräu soll aber auch als Plattform für andere kleine Hausbrauer dienen, die, wie einst Stretz, im eigenen Keller tüfteln und ihr Bier in kleinen Mengen brauen (lassen) wollen. Bis zu 20.000 Hektoliter können dann pro Jahr produziert werden, derzeit sind es rund 5000 Hektoliter. Zum Vergleich: Die Neumarkter Lammsbräu stellte im vergangenen Jahr 80.536 Hektoliter her.

Sechs Mitarbeiter sollen künftig in der Proeslerstraße tätig sein. Das hört sich wenig an, aber nahezu alles funktioniere ja heute vollautomatisch mit perfekten Maschinen, so Stretz. 1000 Quadratmeter sind noch frei, irgendwann später will er noch eine eigene Flaschen-Abfüllanlage dort  installieren. Und ein alkoholfreies Bier brauen. Eines, das schmeckt.

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Schanzenbräu Schankwirtschaft, Nürnberg


 

KATJA JÄKEL

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