Dienstag, 13.11.2018

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Schon bald mehr S-Bahnen zwischen Nürnberg und Erlangen

Gesamtkosten für Maßnahmen belaufen sich auf 24 Millionen Euro - 29.09.2018 05:53 Uhr

Die Nürnberger S-Bahn gehört zu den Hauptverkehrsmitteln für Pendler aus dem Umland. © dpa


Der Freistaat hat sich nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) mit der Deutschen Bahn darauf verständigt, mit dem Einbau von insgesamt sieben Weichen mehr Kapazitäten in dem Abschnitt zu schaffen. Mit ihnen werden neue, durch die Lücke nördlich von Fürth bisher aber nicht genutzte Gleise an die bereits bestehende Infrastruktur angebunden.


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Zwei der Weichen werden dabei am Haltepunkt Eltersdorf dafür sorgen, dass die S-Bahn-Züge an den neu gebauten Bahnsteigen halten können – und nicht mehr wie bisher an provisorischen Bauten am Außengleis, das die ICE nutzen. Die anderen fünf Weichen werden an der Haltestelle Fürth-Unterfarrnbach (Klinikum) verbaut, auch hier kann dann der neue Bahnsteig genutzt werden.

Gesamtkosten liegen bei 24 Millionen Euro 

Die Gesamtkosten für die Maßnahmen und die dafür nötigen Anpassungen und Signale belaufen sich laut Herrmann auf 24 Millionen Euro, die der Freistaat aus Nahverkehrsmitteln bezahlt. Der Finanzierungsvertrag soll im Oktober unterzeichnet werden. Nach dem Baubeginn 2019 ist mit einer Fertigstellung im Jahr 2021 zu rechnen. Auch dann ist zwar kein S-Bahn-Takt im exakten 20-Minuten-Rythmus möglich, aber statt wie bisher zwei können dennoch drei Züge pro Stunde und Richtung fahren.

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Seit 1987 unterwegs: Die Geschichte der Nürnberger S-Bahn

Jeden Morgen nutzen tausende Pendler die Nürnberger S-Bahn. Vor mehr als 30 Jahren standen ihnen nur Regionalzüge – sie halten seltener als S-Bahnen – zur Verfügung. Als 1987 die erste Nürnberger S-Bahn-Linie in Betrieb ging, war das eine kleine Sensation, denn sie galt als Jahrhundertprojekt. Jahrelang war an den Plänen einer Schnellbahn für den Großraum Nürnberg gefeilt worden. Ein Rückblick.


Gleichzeitig mit den Weichen bekommt die Eltersdorf auch einen Zugang im Süden, was der überwiegend dort wohnenden Bevölkerung einen direkten Weg zur S-Bahn verschafft.. Wann mit einem echten Lückenschluss zwischen Fürth und Erlangen zu rechnen ist, können derzeit weder Herrmann noch Vertreter der Bahn sagen. Fürth pocht nach wie vor darauf, dass das zusätzliche dritte Gleis entlang der Bestandsstrecke gebaut wird.

Betagte Schätzung spricht von 400 Millionen Euro 

Im November war auch das Bundesverwaltungsgericht der KIage der Kommune in Teilen gefolgt und hatte die Pläne der Bahn, die Trasse in einem Verschwenk durch das Knoblauchsland zu führen, ausgebremst. Doch auch nach einer Entscheidung für eine Variante muss mit einer Bauzeit von bis zu zehn Jahren gerechnet werden. Neue Hoffnung gibt es nun aber für den Güterzugtunnel Fürth. Er ist Teil des Neu- und Ausbauprojekts Nürnberg - Berlin, soll südwestlich von Nürnberg beginnen, über sieben Kilometer hinweg bis Eltersdorf führen und ebenfalls das Streckennetz im Großraum entlasten. Bisher wurde er aber im Bundesverkehrswegeplan nicht im vordringlichen Bedarf geführt, was sich laut Herrmann jetzt aber geändert hat.

Für die Großmaßnahme gebe es nun "eine klare Perspektive" seitens des Bundesverkehrsministeriums, so Herrmann. Über die Kosten herrscht allerdings noch keine Klarheit, es gab bislang lediglich eine betagte Schätzung, die knapp 400 Millionen Euro veranschlagt. Wann die neue Güterzug-Strecke in Betrieb gehen könnte, ist ebenfalls fraglich. 

Arno Stoffels Reporter-Team E-Mail

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